Heute hat Dacia einen ersten Teaser seines kommenden großen Kombis veröffentlicht. Und den Namen: Striker. So hieß nicht nur das Maskottchen der Fußball-WM 1994 in den USA (es war ein Hund), sondern auch ein Supersportwagen aus dem gleichen Land. Der leistungsmäßig den Dacia doch sehr deutlich überflügelte. Beim Tuatara Striker von 2021 wurde der Abtrieb im Vergleich zur Hochgeschwindigkeitsversion des Tuatara deutlich erhöht. Laut SSC North America erzeugt das Fahrzeug bei einer Geschwindigkeit von 160 mph (etwa 257 km/h) rund 500 Kilogramm Abtrieb. Möglich wird dies durch mehrere zusätzliche Aerodynamikelemente, darunter ein großer feststehender Heckflügel, ein aktiver Heckflügel, ein vertikaler Stabilisator sowie ein modifizierter Diffusor am Heck. Bildergalerie: SSC Tuatara Striker Ergänzend kommen ein großer Frontsplitter, seitliche Aero-Leitelemente und sogenannte Dive Planes an der Front zum Einsatz. Diese Komponenten sollen den Luftstrom kontrollieren und den Abtrieb zwischen Vorder- und Hinterachse ausgewogen verteilen. Der Hersteller nennt eine Verteilung von 45,4 Prozent auf die Vorderachse und 54,6 Prozent auf die Hinterachse. Dadurch soll eine stabile Balance bei hohen Geschwindigkeiten entstehen. Der Antrieb entspricht weitgehend dem des regulären Tuatara. Im Heck arbeitet ein speziell entwickelter V8-Biturbo-Motor, der gemeinsam mit dem US-Unternehmen Nelson Racing Engines entwickelt wurde. Das Triebwerk nutzt eine Flat-Plane-Kurbelwelle und verfügt über eine doppelte Kraftstoffeinspritzung pro Zylinder. Die Leistung hängt vom verwendeten Kraftstoff ab: Mit 91-Oktan-Benzin erreicht der Motor 1.350 PS, während mit Ethanol- oder Methanolmischungen bis zu 1.750 PS möglich sind. Die maximale Drehzahl liegt bei 8.800 Umdrehungen pro Minute. SSC Tuatara Striker im ersten Fahrbericht Die Kraftübertragung erfolgt über ein robotisiertes Siebengang-Schaltgetriebe des Herstellers CIMA. Das System arbeitet mit der Automac-AMT-Steuerung, die Kupplung und Gangwahl elektronisch und hydraulisch betätigt. Die Schaltvorgänge sollen innerhalb von weniger als 100 Millisekunden erfolgen. Die Gangwechsel werden über Schaltwippen am Lenkrad ausgelöst. Die Karosserie des Tuatara Striker besteht vollständig aus Carbonfaser. Herzstück der Konstruktion ist ein Carbon-Monocoque, das sowohl für hohe Steifigkeit als auch für geringes Gewicht sorgen soll. Das Trockengewicht des Fahrzeugs beträgt laut Hersteller rund 2.750 Pfund (etwa 1.247 Kilogramm). Die Struktur integriert Crashstrukturen und trägt die wichtigsten Baugruppen des Fahrzeugs. Auch das Fahrwerk ist auf hohe Querbeschleunigungen ausgelegt. Zum Einsatz kommen eine Anti-Roll-Rocker-Aufhängung sowie Stoßdämpfer mit externen Ausgleichsbehältern. Das Fahrzeug rollt auf Reifen vom Typ Michelin Pilot Sport Cup 2 in den Dimensionen 245/35 R20 vorne und 345/30 R20 hinten. SSC Tuatara Striker im ersten Fahrbericht Für unterschiedliche Einsatzbedingungen stehen drei Fahrmodi zur Verfügung: Sport, Track und Lift. Diese verändern unter anderem die Fahrzeughöhe. Im Track-Modus sinkt die Bodenfreiheit auf etwa 2,74 Zoll vorne und 3,25 Zoll hinten, während der Lift-Modus die Front für Hindernisse anheben kann. Im Innenraum verfügt der Tuatara Striker über ein digitales Instrumentendisplay und eine zentrale Touchscreen-Steuerung für Fahrzeugfunktionen. Zur Ausstattung gehören außerdem Klimaanlage, elektrische Fensterheber, Kamerasysteme für Heck- und Seitenansicht sowie ein Audiosystem. Die Produktion des Tuatara und seiner Varianten ist stark limitiert. Insgesamt waren 100 straßenzugelassene Fahrzeuge der Tuatara-Baureihe vorgesehen, zu denen auch der Striker gehört. Zusätzlich plante der Hersteller eine kleine Serie von reinen Track-Modellen.