Daimler Truck hat im zweiten Quartal 2026 nun einen deutlichen Gewinnrückgang verzeichnen müssen. Wie das Unternehmen mitteilte, sank das Konzernergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 245 Millionen Euro auf 128 Millionen Euro – ein Minus von 48 Prozent. Als Hauptgrund nannte der Konzern die anhaltende Belastung durch US-Handelszölle, die bereits in den Vorquartalen erheblich auf die Profitabilität gedrückt hatten. Umsatz wächst, operatives Ergebnis schrumpft Trotz des Gewinneinbruchs entwickelte sich der Umsatz positiv: Er legte um fünf Prozent auf rund 12,3 Milliarden Euro zu. Beim operativen Ergebnis (Ebit) verzeichnete Daimler Truck hingegen einen Rückgang um neun Prozent auf 360 Millionen Euro. Noch deutlicher fiel der Einbruch im reinen Industriegeschäft aus – also ohne Berücksichtigung der konzerneigenen Finanzdienstleistungssparte: Hier sackte das Ebit um 20 Prozent ab. Positiver sah es beim Absatz aus. Mit 86.707 verkauften Lastwagen und Bussen steigerte der Konzern seine Verkaufszahlen im Vergleich zum Vorjahresquartal um acht Prozent. Konzernchefin sieht Rückenwind für die zweite Jahreshälfte Trotz der roten Zahlen im Quartalsvergleich blickt die Unternehmensführung optimistisch auf den weiteren Jahresverlauf. Konzernchefin Karin Radström verwies auf die starke Entwicklung im nordamerikanischen Truck-Geschäft, steigende Absatzerwartungen sowie eine voraussichtlich geringere Zollbelastung in den kommenden Monaten. Diese Faktoren bestärkten das Unternehmen darin, die Jahresprognose anzuheben – eine Entscheidung, die Daimler Truck bereits kurz zuvor getroffen hatte. Für die zweite Jahreshälfte rechnet der Konzern mit einem beschleunigten Ergebniswachstum. Ein schwieriges Geschäftsjahr mit Sparkurs Das laufende Jahr reiht sich in eine Serie von Rückschlägen ein: Bereits 2025 war der Konzerngewinn um 34 Prozent auf zwei Milliarden Euro gesunken. Im ersten Quartal 2026 brach das Ergebnis sogar um 80 Prozent ein. Vor diesem Hintergrund hat Daimler Truck bereits im vergangenen Jahr das Sparprogramm „Cost Down Europe“ gestartet. Ziel ist es, die laufenden Kosten in Europa bis 2030 um mehr als eine Milliarde Euro zu senken. Die Sparmaßnahmen treffen den Standort Deutschland empfindlich: Rund 5.000 Arbeitsplätze sollen im Zuge des Programms wegfallen, besonders betroffen ist die Lkw-Marke Mercedes-Benz. Auch in Nordamerika plant der Konzern Einsparungen. Bild: Daimler Truck AG