Daimler Truck und der kanadische Spezialfahrzeughersteller Roshel wollen ihre Zusammenarbeit im Bereich geschützter Militärfahrzeuge ausbauen. Auf der Rüstungs- und Sicherheitsmesse Eurosatory 2026 in Paris unterzeichneten beide Unternehmen ein Memorandum of Understanding (MoU), das den Rahmen für eine strategische Partnerschaft festlegt. Von links nach rechts: Ignacio Bonel, CSO, Roshel; Maria Tkacheva, COO, Roshel; Dennis Kinzelmann, CEO Daimler Truck Defence; Roman Shimonov, CEO, Roshel; Daniel Zittel, CSO Daimler Truck Defence, Jan Debler, Head of Sales Overseas, Daimler Truck Defence Ziel der Vereinbarung ist die gemeinsame Entwicklung, Produktion, Vermarktung sowie logistische Unterstützung geschützter Fahrzeuglösungen. Die Partnerschaft baut auf einer bereits bestehenden Zusammenarbeit auf und soll der steigenden Nachfrage nach geschützten Mobilitätslösungen im militärischen und sicherheitsrelevanten Bereich Rechnung tragen. Nach Angaben der Unternehmen sollen die militärischen Fahrzeugplattformen von Daimler Truck mit der Expertise von Roshel bei der Entwicklung und Integration geschützter Fahrzeuge kombiniert werden. Zu den Plattformen zählen unter anderem die Modelle Zetros, Unimog und Arocs sowie das FGA-Chassis. Roshel bringt insbesondere Kompetenzen in den Bereichen Schutztechnologie, Fahrzeugintegration und Fertigung ein. „Durch die Zusammenarbeit mit Roshel bündeln wir komplementäre Fähigkeiten, um unseren Kunden künftig leistungsfähige Lösungen im Bereich geschützter Mobilität bereitstellen zu können“, erklärte Dennis Kinzelmann, CEO von Daimler Truck Defence. Daimler Truck steuere bewährte Fahrzeugplattformen und industrielle Skalierungsfähigkeit bei, während Roshel über umfassende Erfahrung im Bereich geschützter Fahrzeuge sowie hohe Liefergeschwindigkeit verfüge. Die Partnerschaft richtet sich vor allem an Streitkräfte und Sicherheitsorganisationen in NATO-Mitgliedstaaten sowie in Europa, Nordamerika und weiteren verbündeten Märkten. Die Zusammenarbeit soll neben der Fahrzeugentwicklung auch die Industrialisierung, lokale Wertschöpfung, das Lebenszyklusmanagement sowie Instandhaltungs- und Unterstützungsleistungen umfassen. Mit der Vereinbarung reagieren beide Unternehmen auf den wachsenden Bedarf an geschützten Fahrzeuglösungen, der insbesondere vor dem Hintergrund veränderter sicherheitspolitischer Rahmenbedingungen in zahlreichen Staaten zunimmt. Bilder: Mercedes-Benz Group AG