Brabus gibt weiter Vollgas. neben dem Kernsegment Fahrzeugbau, den Powerbooten und den neuen Immobilienträumen (Stichwort Brabus-Island) widmet man sich in Bottrop nun auch der wachsenden Fangemeinde der Elektro-Motorräder. Ganz neu ist dieses Thema bei Brabus indes nicht. Brabus erweitert sein Zweirad-Engagement und steigt gemeinsam mit DAB Motors ins Elektromotorrad-Segment ein. Auf der Milano Design Week 2026 zeigen die Bottroper drei neue Modelle, die klar in Richtung urbaner Premium-Zielgruppe zielen: DAB 1a Brabus, Brabus Urban E und Urban E First Edition. Bildergalerie: Brabus X DAB Motors Elektro-Motorräder Motorräder wurden allerdings schon zuvor bei Brabus veredelt. Nach mehreren Kleinserien auf Basis der KTM 1290 Super Duke R verschiebt Brabus den Fokus von hochmotorisierten Naked Bikes hin zu lokal emissionsfreien Stadtflitzern. Technikbasis ist die DAB-1a-Plattform mit 72-Volt-Batterie, bis zu 150 Kilometern Reichweite im Stadtverkehr und 120 km/h Spitze. Alle Modelle nutzen einen Riemenantrieb, der Wartung und Geräuschpegel reduziert. Optik-Tuning zum Einstieg Einstieg in die neue Reihe ist die DAB 1a Brabus. Hier konzentriert sich der Tuner auf Optik und Materialauswahl. Schwarzes Finish, zahlreiche Teile aus Sicht-Carbon und eine Alcantara-Sitzbank schaffen den typischen Brabus-Look, ohne das Basiskonzept zu verändern. Der Motor leistet 23 kW, also 31 PS, und stellt 395 Newtonmeter Drehmoment bereit. Für den Einsatz im urbanen Alltag liefert der Akku laut Hersteller bis zu 150 Kilometer, geladen wird an der Haushaltssteckdose in gut dreieinhalb bis vier Stunden von null auf voll. Deutlich weiter geht die Brabus Urban E. Sie nutzt denselben Antriebsstrang, allerdings mit anderem Mapping und modifiziertem Inverter. Dadurch steigt die Spitzenleistung auf 27 kW beziehungsweise 37 PS, das maximale Drehmoment liegt bei 475 Newtonmetern. Für stabile Performance bei hohen Außentemperaturen sorgt eine optimierte Kühlung mit Luftkanälen aus Carbon. Das Gewicht bleibt niedrig, das Fahrwerk setzt auf eine einstellbare Upside-down-Gabel und ein ebenfalls einstellbares Zentralfederbein mit jeweils 100 Millimetern Federweg. Optisch tritt die Urban E deutlich eigenständiger auf als die Einstiegsvariante. Monocoque-artige Tank-Sitz-Einheit mit integrierten Lufteinlässen, vertikale Tagfahrleuchten und ein markanter Heckabschluss mit LED-Rücklicht definieren die Silhouette. Räder mit Carbon-Covern, Radlaufverkleidungen und ein Bugspoiler aus dem gleichen Material unterstreichen den Highend-Anspruch. Ein Projektionsscheinwerfer übernimmt die Frontbeleuchtung, der Ladeanschluss sitzt gut zugänglich hinter einer Frontmaske mit beleuchtetem Brabus-Logo. Am Cockpit verzichtet Brabus auf Experimente. Ein 2,8-Zoll-LCD zeigt Tempo, Batteriestatus und Temperaturen. Das Bike startet per PIN, ein physischer Schlüssel entfällt. Fünf Fahrmodi regeln Leistung und Ansprechverhalten. Eco begrenzt die Höchstgeschwindigkeit auf 60 km/h und entschärft die Drehmomentkurve, Street dient als Allround-Setting für den Alltag, Sport schaltet die volle Leistung frei. Zusätzlich gibt es einen Nitrous-Modus als kurzzeitigen Overboost sowie einen Rückwärtsgang zum Rangieren. Beim Bremsen vertraut Brabus auf bekannte Hardware. Vorn verzögert ein Vierkolben-Radialsattel mit 320-Millimeter-Scheibe, hinten arbeitet ein Einkolbensattel mit 240-Millimeter-Scheibe. Zweikanal-ABS gehört zur Serienausstattung. Reifen im Format 120/70 R17 vorn und 150/60 R17 hinten decken den typischen Einsatzbereich zwischen Stadtverkehr und kurzen Landstraßenetappen ab. Optional bringt die Superblack-Version der Urban E ein komplett schwarzes Finish mit passender Sitzbank. Limitiertes Modell zur Krönung der Baureihe Krönung der neuen Reihe ist die Urban E First Edition. Technisch entspricht sie der Urban E, unterscheidet sich aber durch streng limitierte Stückzahlen und eine auffällige Farbstrategie. Jeweils zehn Exemplare entstehen in den Tönen Peetch, Desert Sand, Superviolet und Fusion Red. Rahmen, Verkleidungsteile und Sitzbank folgen dem gewählten Farbthema, bei Superviolet kommen zusätzliche Carbon-Elemente dazu. Billig ist der Einstieg in die elektrische Brabus-Welt naturgemäß nicht. Die DAB 1a Brabus kostet 20.111 Euro, die Urban E liegt bei 27.251 Euro, die Urban E First Edition steht mit 38.675 Euro in der Liste, jeweils inklusive deutscher Mehrwertsteuer. Verkauft werden die Modelle zunächst in der EU, der Schweiz, Großbritannien und weiteren Märkten mit EU-Typzulassung.