Diese Woche verkündete Mercedes-Benz seine Verkaufszahlen für das abgelaufene Jahr. Insgesamt war das Ergebnis der Schwaben mit einem Minus von 10 Prozent ziemlich ausbaufähig. Aber auf ein Modell ist einfach Verlass - die gute alte G-Klasse erzielte mit 49.700 Einheiten das beste Jahr in ihrer mehr als 45-jährigen Geschichte. Einen kleinen, wenn auch nicht zu unterschätzenden Anteil an der Beliebtheit der Offroad-Ikone dürften auch Veredler wie Brabus haben. Wir haben aufgegeben zu zählen, wie viele Brabus-Varianten der aktuellen Generation W465 es inzwischen gibt. Jetzt kommt wieder mal eine neue dazu und die ist einmal mehr radikal bis in den letzten Carbon-Winkel. Sagen Sie Hallo zum neuen Brabus 900 Rocket Edition. Bildergalerie: Brabus 900 Rocket Edition (2026) Der Name ist dabei wie so oft Programm, denn der Bottroper Nobeltuner verpasst seinem Werk auf G 63-Basis fiese 900 PS und 1.250 Nm Drehmoment. Das sind 315 PS und 400 Nm mehr als im Serienauto. Dafür muss einiges passieren am AMG-Biturbo-V8 und das tut es auch. Brabus nennt das Aggregat nach dem Eingriff den "900 Rocket V8 Biturbo-Hubraummotor". Optisches Erkennungszeichen: die rote Carbon-Motorabdeckung. Passend zum Namen erhält der Achtzylinder größere Brennräume: Aus 3.982 werden 4.407 ccm. Schmiedekolben, Pleuel und Kurbelwelle kommen neu, dazu gibt es eigene Turbos mit maximal 1,4 bar Ladedruck. Sogenannte BoostXtra-Ventile liefern beim Lastwechsel das typischen Blo-Off-Gezische. Brabus 900 Rocket Edition (2026) Brabus 900 Rocket Edition (2026) Bilder von: Brabus Abgasseitig setzt der Tuner auf größer dimensionierte Downpipes mit 75 mm Durchmesser, Metallkats, neue Ottopartikelfilter und eine Edelstahlabgasanlage mit Klappensteuerung und rot beleuchteten Sidepipes. Die 900 PS liegen bei 6.200 Touren an, das angsteinflößende Drehmoment (das man dann doch auf maximal 1.050 Nm begrenzt) steht bei 2.900 U/min bereit. Derart gesegnet geht die 2.640-Kilo-Schrankwand in 3,7 Sekunden von 0-100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit wird auf 240 km/h begrenzt. Ein Brabus-G-Klasse-Umbau ohne verschwenderisch breite Backen ist mittlerweile nicht mehr vorstellbar und auch in diesem Fall geht es mit der Karosserie mächtig in die Horizontale. Für die 900 Rocket Edition hat man nochmal ein eigenes Bodykit mit allem Pipapo entwickelt. Erstmals ist dazu das vordere Markenlogo beleuchtet. Ein absolutes Highlight, das wohl nicht nur beim Schreiberling dieser Zeilen wohlig-warme 80er-Vibes auslöst, sind die 24-Zöller im legendären Dreispeichen-Design. Aeroblades aus Sichtcarbon sorgen für einen enorm scharfen Retro-Future-Look. Reifengröße: 295/30 vorne, 355/25 (!) hinten. Viel Spaß beim Reifen montieren! Auch im Innenraum geht es hier nicht ohne den gewohnten Brabus-Prunk. Beim Modell in "Signature Black" sehen Sie eine komplett neue Lederausstattung in Schwarz, beim anderen Auto in "Stealth Gray" gibt es haufenweise Akzente in Rot, sowie Sitzaußenflächen und einen Dachhimmel im sogenannten "Dinamica". Brabus 900 Rocket Edition (2026) Eine neue Entwicklung sind die Sicht-Carbon-Schaltwippen am Carbon-ummantelten Lenkrad, mit denen die 9-Gang-Automatik wahlweise auch manuell geschaltet werden kann. Die integrierten LEDs zeigen die ansteigende Drehzahl von Grün über Gelb bis Rot an und signalisieren den optimalen Schaltpunkt. 30 Exemplare des 900 Rocket Edition wird Brabus insgesamt fertigen. Die Preise starten in Deutschland bei 678.181 Euro.