VW schickt mit dem ID. Cross den vollelektrischen Nachfolger des T-Cross ins Rennen. Beide SUV messen rund 4,15 Meter und sprechen vermutlich zumindest größentechnisch dieselbe Kundschaft an.
Für Käufer stellt sich deshalb weniger die Frage nach dem Modell, sondern nach dem Antrieb. Entscheidend ist der eigene Alltag.
Der T-Cross fährt mit Turbobenzinern von 95 bis 150 PS, der ID. Cross nutzt die MEB+-Plattform mit zwei Akkugrößen.
Vorerst laufen beide parallel vom Band, gebaut werden sie sogar im selben Werk. Mittelfristig übernimmt der Stromer die Rolle des Einstiegs-SUV.
📌 Rund um die Modelle
- Beide Modelle entstehen im selben Werk: VW fertigt ID. Cross und T-Cross im spanischen Navarra bei Pamplona
- Der ID. Cross trägt auf Wunsch ein Dachzelt, die dynamische Dachlast liegt bei 75 Kilogramm
- Easter-Egg im Cockpit: Das Digitalinstrument des ID. Cross lässt sich in eine Retro-Optik im Stil der 1980er-Jahre umschalten
- VW kehrt bei den Ausstattungslinien zu den Namen Trend, Life und Style zurück
- Der T-Cross erreichte im AUTO BILD-Dauertest über zweieinhalb Jahre die Bestnote 1
VW: Wer sollte zur Elektro-Variante greifen?
Der ID. Cross passt zu allen, die zu Hause oder am Arbeitsplatz laden können.
Pendler mit Tagesstrecken unter 100 Kilometern profitieren am stärksten. Hinzu kommen geringere Wartungskosten, weil Ölwechsel, Zahnriemen und Abgasanlage entfallen.
Auch beim Platz liegt der Stromer vorn. Sein Radstand misst 2,60 Meter und verschafft dem Fond mehr Knieraum, der Kofferraum fasst 475 Liter plus 22 Liter unter der Fronthaube.
Praktisch sind zudem die Vehicle-to-Load-Funktion mit 3,6 kW und bis zu 1200 Kilogramm Anhängelast, wie der ADAC nach einer ersten Testfahrt berichtet.
Für wen bleibt der Benziner die bessere Wahl?
Wer keine eigene Lademöglichkeit hat, fährt mit dem T-Cross entspannter. Laternenparker zahlen an öffentlichen Säulen deutlich mehr, was den Kostenvorteil des Elektroautos schmälert.
Vielfahrer tanken in wenigen Minuten nach, der WLTP-Verbrauch liegt zwischen 5,4 und 5,9 Litern.
Beim Transportieren punktet der Verbrenner ebenfalls. Die verschiebbare Rückbank lässt das Volumen von 385 auf 455 Liter wachsen, umgeklappt sind bis zu 1281 Liter möglich. Mit flacher Beifahrerlehne passen Gegenstände bis 2,40 Meter hinein.
Diese Variabilität fehlt dem ID. Cross bislang, wie auch mobile.de festhält.
Wie groß ist der Preisunterschied wirklich?
Beim Kaufpreis liegen beide dicht beieinander. Der T-Cross startet laut AUTO BILD bei 25.280 Euro, kostet mit 116 PS und Ausstattung „Life“ aber bereits 29.155 Euro.
Für die 150-PS-Version werden mindestens 33.520 Euro fällig.
Der ID. Cross beginnt bei 27.995 Euro, die Topvariante mit 52-kWh-Akku und 211 PS dürfte rund 36.000 Euro kosten.
Gegenüber einem ähnlich motorisierten Benziner schrumpft der Aufpreis damit auf wenige tausend Euro. Über mehrere Jahre kann der Stromer diesen Abstand bei Energie und Wartung wieder einspielen.
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VW legt beim ID. Cross nach – vor allem ein Detail fällt auf
Reichweite und Laden: Wo liegt der Haken?
Die Reichweite entscheidet über die passende Akkugröße. Der 37-kWh-Speicher schafft nach WLTP rund 316 Kilometer, der 52-kWh-Akku bis zu 436 Kilometer.
Bei Kälte und hohem Tempo fallen beide Werte deutlich niedriger aus.
Schwächer fällt die Ladeleistung aus, maximal fließen 90 beziehungsweise 105 kW. Für die Fahrzeugklasse sei das zu wenig, urteilt AutoScout24.
Wer regelmäßig Langstrecke ohne Ladepause fährt, bleibt mit dem T-Cross pragmatischer unterwegs.