Er ist ein echter Dauerbrenner auf Deutschlands Straßen: der VW Passat! Seit 1973 gehört der Mittelklassewagen zum festen Bestandteil der Volkswagen-Flotte. Besonders als Dienstwagen ist er beliebt.
Doch wer sich einen gebrauchten Passat zulegen möchte, sollte genauer hinschauen. Denn beim TÜV zeigt der Wolfsburger durchaus seine Schwächen.
Vor allem die oft hohen Laufleistungen machen dem Passat der achten Generation (B8), die zwischen 2014 und 2023 gebaut wurde, zu schaffen. Laut „Auto Bild TÜV-Report 2026“ stabilisieren sich die Durchfallquoten allerdings nach fünf Jahren.
Der Grund: Dann endet bei vielen Fahrzeugen die intensive Nutzung als Dienstwagen. Trotzdem sollten Gebrauchtwagenkäufer einige Problemstellen kennen.
VW Passat: Hier schaut der TÜV besonders genau hin
Besonders auffällig sind die Bremsscheiben. Sie werden laut TÜV-Report in sämtlichen Altersklassen überdurchschnittlich häufig beanstandet. Auch die Funktion der Fußbremse sorgt etwas häufiger als im Durchschnitt für Kritik.
Ab der zweiten Hauptuntersuchung fallen zudem Federn und Stoßdämpfer zunehmend negativ auf. Nach sieben Jahren kommen sogar Federbrüche vor. Auch Ölverlust tritt bereits bei jüngeren Fahrzeugen etwas häufiger auf als im Durchschnitt.
Doch es gibt auch gute Nachrichten! Bei Antriebswellen, Lenkung und Beleuchtung zeigt sich der Passat unauffällig. Auch die Bremsleitungen bereiten laut TÜV-Report keine nennenswerten Probleme.
In der ADAC-Pannenstatistik schneidet der Passat ebenfalls gut ab. Fahrzeuge ab Erstzulassungsjahr 2014 gelten als zuverlässig, Exemplare von 2015 sogar als sehr zuverlässig. Lediglich die Abgasrückführung fällt bei Modellen von 2018 als Pannenschwerpunkt auf.
VW Passat gebraucht kaufen: So viel kostet der Wolfsburger
Wer sich für einen gebrauchten Passat interessiert, hat reichlich Auswahl. Besonders verbreitet ist der Kombi namens Variant, der mit bis zu 1.780 Litern Kofferraumvolumen punktet. Daneben gibt es den höhergelegten Alltrack mit Allradantrieb und den Plug-in-Hybrid GTE.
Bei den Motoren reicht die Leistung von 120 bis 280 PS bei den reinen Verbrennern. Der GTE bringt es auf 218 PS Systemleistung.
Skoda Yeti: Vom Verkaufsschlager zur Mumie – warum das Kult-SUV sterben musste
Der neue VW T-Roc: Lohnt sich der SUV wirklich? Das müssen Käufer wissen
Skoda Scala: TÜV-Report deckt Schwachstellen auf – hier sollten Besitzer genauer hinsehen
Und was kostet der Spaß? Nach Angaben der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) liegt der Händler-Verkaufswert eines Passat Variant 1.6 TDI von Juni 2018 mit 162.000 Kilometern bei rund 10.355 Euro. Für einen Passat GTE aus demselben Monat mit 114.000 Kilometern werden 16.100 Euro angesetzt.
Ein Alltrack 2.0 TDI von Juni 2016 mit 192.000 Kilometern kommt auf 14.106 Euro. Klar ist: Wer beim Gebrauchtwagenkauf auf Bremsen, Fahrwerk und mögliche Ölverluste achtet, kann unangenehme Überraschungen vermeiden. (mit dpa)