Es muss nicht immer größer, schneller oder luxuriöser sein. Manchmal reicht eben auch ein Auto, das einfach seinen Job macht. Genau darauf setzt VW mit dem T-Cross.
Das kleinste SUV der Wolfsburger kommt ohne großes Technik-Spektakel aus und soll vor allem im Alltag überzeugen. Doch reicht das heutzutage noch aus?
Die „Auto Bild“ hat sich den VW T-Cross 1.0 TSI mit 116 PS und Handschaltung genauer angesehen. Und siehe da: Der kleine Wolfsburger schlägt sich ziemlich ordentlich.
Ganz ohne Kritik kommt er allerdings nicht davon. Vor allem beim Preis dürfte so mancher Interessent zweimal hinschauen.
VW T-Cross im Test: Klein, aber ziemlich praktisch
Mit seinen 4,13 Metern Länge gehört der T-Cross nicht gerade zu den Riesen auf der Straße. Trotzdem steckt in dem SUV auf Polo-Basis erstaunlich viel Platz. Wie die „Auto Bild“ berichtet, punktet der Wolfsburger vor allem mit seinem durchdachten Raumkonzept.
Fahrer sitzen angenehm hoch, haben eine gute Übersicht und können sich über eine unkomplizierte Bedienung freuen. Lediglich die breite C-Säule schränkt den Blick etwas ein.
Auch auf der Rückbank müssen Passagiere nicht gleich die Knie anziehen. Die Türen öffnen weit, der Einstieg fällt bequem aus und selbst für größere Mitfahrer bleibt ausreichend Platz über dem Kopf. Nur in der Breite wird es etwas enger. Besonders praktisch ist der Kofferraum.
Zwischen 455 und 1.281 Liter Gepäck passen hinein. Wer die Beifahrersitzlehne umklappt, kann sogar Gegenstände mit einer Länge von knapp 2,30 Metern transportieren. Für ein derart kompaktes SUV ist das durchaus beachtlich.
Bei der Technik setzt VW dagegen auf eine Mischung aus alt und neu. Neben digitalen Anzeigen und Touchscreen gibt es beispielsweise noch eine klassische Handbremse. Die Bedienung funktioniert laut „Auto Bild“ weitgehend problemlos.
Lediglich die Touchslider für Temperatur und Lautstärke sind gewöhnungsbedürftig. Auch die Sprachsteuerung könnte etwas mehr draufhaben.
Reichen 116 PS wirklich aus?
Unter der Motorhaube des getesteten T-Cross steckt ein Einliter-Dreizylinder mit 116 PS. Klingt erst einmal nicht nach besonders viel Leistung. Doch für den Alltag reicht das offenbar völlig aus.
Von null auf 100 km/h beschleunigt der kleine VW in 10,6 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 193 km/h. Wer regelmäßig mit voll beladenem Auto unterwegs ist, könnte sich allerdings etwas mehr Leistung wünschen.
Auch akustisch macht der Dreizylinder auf sich aufmerksam. Gerade bei höheren Geschwindigkeiten wird es im Innenraum laut. Dafür lässt sich das manuelle Sechsganggetriebe laut „Auto Bild“ angenehm schalten, auch wenn die Schaltwege etwas kürzer ausfallen könnten.
Beim Fahrwerk gibt es dagegen wenig zu meckern. Der T-Cross bietet einen gelungenen Kompromiss zwischen Komfort und sicherem Fahrverhalten. Selbst schlechte Straßen bringen ihn nicht allzu schnell aus der Ruhe.
Und der Verbrauch? Der kann sich durchaus sehen lassen. Im Test benötigte der kleine SUV durchschnittlich 5,8 Liter Benzin auf 100 Kilometer.
Bei besonders sparsamer Fahrweise waren sogar 5,2 Liter möglich. Mit einer Tankfüllung ergibt sich beim ermittelten Testverbrauch eine Reichweite von rund 689 Kilometern.
Beim Preis gibt es einen Haken
So weit, so gut. Doch spätestens beim Blick auf das Preisschild dürfte die Begeisterung einen kleinen Dämpfer bekommen.
Der getestete VW T-Cross 1.0 TSI kostet in der Life-Ausstattung mindestens 29.155 Euro. Der konkrete Testwagen bringt es sogar auf 34.190 Euro.
Nicht gerade wenig Geld für ein kleines SUV mit Dreizylindermotor und Handschaltung. Zumal die „Auto Bild“ darauf hinweist, dass beispielsweise ein Opel Mokka mit 136 PS bereits ab 27.390 Euro erhältlich ist.
Auch die Garantie fällt mit lediglich zwei Jahren eher knapp aus.
Immerhin gibt es bei den laufenden Kosten Lichtblicke.
Die „Auto Bild“ verweist auf vergleichsweise günstige Typklassen, einen überschaubaren Verbrauch und ein Leasingangebot für 258 Euro monatlich ohne Anzahlung bei vier Jahren Laufzeit und insgesamt 40.000 Kilometern.
VW T-Cross überzeugt im Test – trotz kleiner Schwächen
Am Ende steht für den VW T-Cross 1.0 TSI eine Testnote von 2,0. Damit bekommt der kleine Wolfsburger von der „Auto Bild“ ein klares „gut“.
Vor allem der hohe Alltagsnutzen, das komfortable Fahrwerk und das praktische Platzangebot kommen gut an. Abzüge gibt es unter anderem für den teilweise angestrengt wirkenden Dreizylinder und den hohen Einstiegspreis.
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Wer ein unkompliziertes SUV sucht, das im Alltag möglichst wenig Probleme macht und nicht mit überflüssigem Schnickschnack überladen ist, dürfte mit dem T-Cross also durchaus glücklich werden.
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