Der VW Tayron ist das größte SUV im aktuellen Verbrenner-Programm von Volkswagen und ersetzt den früheren Tiguan Allspace. Günstig ist das Familienauto nicht: Die Preisliste startet bei rund 47.000 Euro, die stärkste Variante liegt deutlich darüber.
Teuerstes Modell ist der Tayron 2.0 TSI 4Motion mit 265 PS, der ausschließlich in der Sonderausstattung R-Line 195 verkauft wird. Je nach Quelle und Stand der Preisliste werden dafür rund 60.000 bis 66.000 Euro fällig.
Der Grund für diese Spanne liegt im System. Volkswagen passt Listenpreise regelmäßig an, zusätzlich verschieben Ausstattungspakete und Sondermodelle das Niveau.
Wer heute konfiguriert, sollte den Tagespreis also im Konfigurator prüfen. Als Orientierung taugen die Werte trotzdem gut.
📌 VW Tayron im Überblick
- der Tayron fuhr im Euro-NCAP-Crashtest fünf Sterne ein und erreichte 87 Prozent beim Schutz erwachsener Insassen
- in der Versicherung landet der 265-PS-Allradbenziner in den Typklassen 13 (Haftpflicht), 24 (Vollkasko) und 22 (Teilkasko)
- eine mechanisch einschwenkbare Anhängerkupplung kostet 1.260 Euro Aufpreis, das Head-up-Display schlägt mit 800 Euro zu Buche
- das Kraftfahrt-Bundesamt listet mehrere Rückrufe, unter anderem wegen eines unzureichend befestigten Heckdiffusors an rund 5.100 Fahrzeugen in Deutschland
- der Tankinhalt beträgt 58 Liter, der Wendekreis liegt bei 12,1 Metern
Was kostet der stärkste Tayron wirklich?
Beim Marktstart dieser Motorisierung nannte Volkswagen einen Einstiegspreis von 59.755 Euro, wie „auto motor und sport“ berichtet. Der ADAC führt für die Modellvariante 2.0 TSI OPF R-Line 4Motion DSG einen Grundpreis von 60.605 Euro.
Inzwischen liegt die Version als „R-Line 195“ nach Angaben von „AUTO BILD“ bei 65.885 Euro.
Damit kostet der Top-Benziner rund 18.000 Euro mehr als der Einstiegs-Tayron. Für das Geld bekommt man Allradantrieb, ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe und die sportlichste Ausstattungslinie.
Serienmäßig ist diese Kombination nicht abwählbar. Wer die 265 PS will, bekommt die R-Line automatisch dazu.
Welche Leistung steckt im Top-Modell?
Technisch handelt es sich um den bekannten Zweiliter-Turbobenziner, der auch im Golf GTI arbeitet. Im Tayron leistet er 265 PS und 400 Newtonmeter, das maximale Drehmoment liegt schon bei 1.650 Touren an.
Der Sprint auf Tempo 100 dauert je nach Konfiguration zwischen 6,1 und 6,3 Sekunden. Bei 240 km/h ist Schluss.
Günstig fährt dieses Modell allerdings nicht. Der ADAC nennt einen WLTP-Verbrauch von 8,5 Litern und einen CO₂-Wert von 192 Gramm je Kilometer.
Die Kfz-Steuer liegt entsprechend bei 289 Euro im Jahr. In der CO₂-Effizienzklasse landet der Wagen damit auf der schlechtesten Stufe G.
Warum der Tayron Volkswagens neues SUV-Flaggschiff wird
Interessant wird das Top-Modell durch eine Verschiebung im Modellprogramm. Der Touareg läuft aus, der große Atlas kommt nicht nach Europa.
Damit rückt der Tayron innerhalb der Marke auf die Position des größten Verbrenner-SUV, wie „AutoScout24“ einordnet. Ein direkter Nachfolger in dieser Preisklasse fehlt vorerst.
Praktisch macht sich das vor allem beim Ziehen bemerkbar. Mit dem 265-PS-Benziner darf der Tayron je nach Ausführung bis zu 2,5 Tonnen an den Haken nehmen.
Zum Vergleich: Die Plug-in-Hybride bleiben bei 1.800 bis 2.000 Kilogramm. Für Anhängerfahrer ist der Top-Benziner damit die einzige wirklich kraftvolle Option.
Lohnt sich der Aufpreis gegenüber dem 204-PS-Modell?
Darunter positioniert VW den 2.0 TSI 4Motion mit 204 PS. Dieser Motor startet in der Basisausstattung Life und ist dadurch spürbar günstiger.
In der R-Line-Version liegt er laut aktueller Preisliste bei etwa 59.370 Euro. Der Sprung zum 265-PS-Modell kostet also rund 6.500 Euro extra.
Die Mehrleistung bringt im Alltag überschaubare Vorteile. Beide Varianten beschleunigen zügig, beide fahren mit Allrad und DSG.
Wer häufig schwere Anhänger bewegt oder Wert auf Souveränität bei hohem Tempo legt, findet im stärkeren Motor ein Argument. Für den Rest reicht die kleinere Stufe.
Welche Alternativen bietet die Preisliste?
Günstiger wird es bei den Dieseln. Der 150-PS-TDI beginnt bei gut 50.000 Euro, der 193-PS-Allraddiesel bei knapp 56.000 Euro.
Für Vielfahrer bleibt der Selbstzünder rechnerisch oft die bessere Wahl. Auch die Anhängelast fällt hier ordentlich aus.
Dienstwagenfahrer schauen eher auf die Plug-in-Hybride. Der 1.5 eHybrid startet bei rund 55.500 Euro und schafft nach WLTP über 100 Kilometer rein elektrisch.
Durch die 0,5-Prozent-Regelung sinkt die Versteuerung deutlich. Einen Haken gibt es trotzdem: Die dritte Sitzreihe entfällt bei den Teilzeitstromern komplett.
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Fazit: Teuer, aber mit klarem Profil
Unterm Strich ist die Top-Version des Tayron ein Nischenangebot. Sie richtet sich an Käufer, die Leistung, Allrad und hohe Zuglast in einem Fahrzeug zusammenbringen wollen.
Rund 66.000 Euro Listenpreis sind dafür ein stolzer Betrag, und mit Extras rückt die 70.000-Euro-Marke schnell näher.
Der Markt gibt Volkswagen trotzdem recht. Über 26.000 Neuzulassungen verbuchte der Tayron allein im Jahr 2025.
Die Masse davon dürfte aber auf die günstigeren Motorisierungen entfallen. Das Spitzenmodell bleibt die Ausnahme im Verkaufsraum.
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