VW Tiguan oder Škoda Kodiaq? Beide SUV stammen aus demselben Konzern und sind technisch eng miteinander verwandt.
Trotzdem unterscheiden sie sich deutlich – vor allem bei Größe, Platzangebot und der Zahl der Sitzplätze.
Beide Modelle basieren auf dem MQB evo des Volkswagen-Konzerns. Auch bei Motoren, Getrieben, Assistenzsystemen und Infotainment gibt es zahlreiche Gemeinsamkeiten.
Im Alltag verfolgen die beiden SUV jedoch unterschiedliche Konzepte.
📌 Fakten
- Die Wurzeln von Škoda reichen bis 1895 zurück
- Am 16. April 1991 begann die Zusammenarbeit mit dem Volkswagen-Konzern. Seit 2000 gehört Škoda vollständig zum Konzern
- Škoda lieferte 2025 weltweit 1.043.900 Fahrzeuge an Kunden aus – 12,7 Prozent mehr als im Vorjahr
- Deutschland war 2025 mit 211.100 ausgelieferten Fahrzeugen der größte Einzelmarkt der Marke
Der Kodiaq bietet deutlich mehr Platz
Mit rund 4,76 Metern ist der Škoda Kodiaq etwa 22 Zentimeter länger als der rund 4,54 Meter lange Tiguan. Auch der Radstand fällt beim Kodiaq größer aus.
Besonders deutlich wird der Unterschied beim Gepäck. Als Fünfsitzer bietet der Kodiaq bis zu 910 Liter Kofferraum, bei umgeklappten Rücksitzen sind bis zu 2.105 Liter möglich.
Beim Tiguan sind es bis zu 652 beziehungsweise 1.650 Liter.
Hinzu kommt ein weiterer wichtiger Unterschied: Der Tiguan wird als Fünfsitzer angeboten, während der Kodiaq auf Wunsch auch mit sieben Sitzen erhältlich ist.
Damit bietet der Škoda vor allem für größere Familien zusätzliche Möglichkeiten.
Beide bieten eine breite Motorenauswahl
Beim Antrieb gibt es viele Gemeinsamkeiten. Beide Modelle werden unter anderem mit Benzinern, Dieselmotoren und elektrifizierten Antrieben angeboten.
Beim Kodiaq reicht die Palette bis zum Kodiaq RS. Dessen 2,0-Liter-TSI leistet 265 PS und 400 Nm, die Kraft gelangt über ein 7-Gang-DSG und Allradantrieb auf die Straße.
Anders als teilweise angekündigt, handelt es sich beim aktuellen Kodiaq RS nicht um einen Plug-in-Hybrid.
Auch Plug-in-Hybride stehen zur Verfügung. Sie ermöglichen einen großen Teil der alltäglichen Strecken rein elektrisch.
Beim Tiguan nennt Volkswagen je nach Ausführung eine elektrische WLTP-Reichweite von bis zu rund 125 Kilometern.
Unterschiede bei Bedienung und Komfort
Im Innenraum setzen VW und Škoda unterschiedliche Akzente. Der Tiguan kann mit einem Infotainmentdisplay von bis zu 15 Zoll ausgestattet werden.
Beim Kodiaq sind je nach Ausstattung Displays von bis zu 13 Zoll erhältlich.
Eine Besonderheit des Škoda sind die sogenannten Smart Dials. Über die Dreh- und Druckregler unterhalb des Displays lassen sich unter anderem Temperatur und weitere Funktionen steuern.
Beim Fahrwerk bieten beide Modelle aufwendige adaptive Lösungen.
Der Tiguan ist mit DCC Pro erhältlich, während Škoda für entsprechende Kodiaq-Versionen ebenfalls ein adaptives Fahrwerk mit Zwei-Ventil-Dämpfertechnik anbietet.
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Tiguan oder Kodiaq: Der Platzbedarf entscheidet
Auch beim Ziehen von Anhängern sind beide SUV interessant. Beim Tiguan sind je nach Motorisierung bis zu 2.300 Kilogramm gebremste Anhängelast möglich.
Beim Kodiaq hängt die zulässige Anhängelast ebenfalls stark von Motor und Antrieb ab und erreicht bei entsprechenden Varianten eine ähnliche Größenordnung.
Der wesentliche Unterschied bleibt deshalb das Format: Der Kodiaq bietet mehr Kofferraum und optional sieben Sitze, während der Tiguan rund 22 Zentimeter kürzer ausfällt.
Welches Modell besser zum eigenen Alltag passt, hängt damit vor allem davon ab, wie viel Platz tatsächlich benötigt wird.