Bei VW stehen die Zeichen auf Veränderung. Und für rund 1.800 Beschäftigte am Standort Osnabrück könnte sich künftig einiges ändern. Denn ausgerechnet dort, wo bislang Autos gebaut werden, könnten schon bald Rüstungsgüter entstehen.

Was das für die Mitarbeiter bedeutet? Darüber will Volkswagen seine Belegschaft jetzt informieren.

Wie der NDR berichtet, sollen die Beschäftigten des VW-Werks Osnabrück noch in dieser Woche Post bekommen. Dabei geht es um zusätzliche Sicherheitsanforderungen, die künftig auf sie zukommen könnten.

Und die haben einen ziemlich ernsten Hintergrund.

VW verschickt Briefe an 1.800 Mitarbeiter

Hintergrund ist die geplante Neuausrichtung des Standorts.

Wie eine VW-Sprecherin auf Anfrage des NDR mitteilte, könnte das Werk in Osnabrück zu einem Kompetenzzentrum für Sicherheits- und Verteidigungslösungen umgebaut werden.

Das Land Niedersachsen und ein Investor wollen den Standort übernehmen. Geplant ist, dort voraussichtlich Rüstungsgüter für einen israelischen Konzern zu produzieren.

Statt Autos könnten in Osnabrück künftig also ganz andere Produkte vom Band laufen.

Doch dafür müssten offenbar auch die Beschäftigten bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Und genau darum geht es in den Schreiben, die Volkswagen nun verschickt.

Nach Angaben des NDR sollen die rund 1.800 Mitarbeiter darüber informiert werden, welche zusätzlichen Sicherheitsanforderungen künftig auf sie zukommen könnten.

VW-Mitarbeiter sollen Fragebogen ausfüllen

Bei einem Informationsschreiben allein bleibt es allerdings nicht. Volkswagen verschickt zusätzlich einen Fragebogen an die Beschäftigten.

Wie Betriebsratsvorsitzender Jürgen Placke gegenüber dem NDR erklärte, ist die Teilnahme daran freiwillig. Mit den Antworten soll eingeschätzt werden, wie viele Mitarbeiter die für die geplante Neuausrichtung notwendigen Sicherheitsvorgaben erfüllen.

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Es geht also zunächst darum, sich einen Überblick zu verschaffen. Welche konkreten Anforderungen die Beschäftigten erfüllen müssten, bleibt indes offen.