Toyota spricht jetzt schon seit fast vier Jahren darüber, die Celica zurückzubringen. Seitdem streut man immer wieder Hinweise – etwa über die Anime-Serie „Grip“ oder durch Markenanmeldungen, die den traditionsreichen Namen schützen sollen. Einige Händler sollen das Auto hinter verschlossenen Türen bereits gesehen haben, der Öffentlichkeit hat man bisher allerdings noch gar nichts serviert. Ende des vergangenen Monats wurde zwar ein mysteriöses Sportcoupé bei Testfahrten in Portugal gesichtet, doch Toyota hat es nie offiziell als nächste Celica bestätigt. Ein neuer Bericht von Autocar beruft sich auf einen Insider, der behauptet, das Performance-Modell trage den Namen „Celica Sport“. Zudem sagte ein vom britischen Magazin zitierter Sprecher, das kommende GR-Modell verfüge über Allradantrieb. Was den Antrieb der wiederbelebten Celica betrifft, deutet vieles auf den neuen Motor mit der Bezeichnung „G20E“ hin. Dabei handelt es sich um einen 2,0-Liter großen Vierzylinder-Turbo-Benziner, für den die Ingenieure ein Leistungsziel von mehr als 400 PS ausgegeben haben. Eine entdrosselte Version mit größerem Turbolader könnte Berichten zufolge sogar über 600 PS erreichen. Dieses Leistungsniveau dürfte jedoch eher einem Rennfahrzeug vorbehalten sein, das keine strengen Emissionsvorgaben erfüllen muss. Der Toyota Celica Sport könnte auf über 400 PS kommen Für eine straßenzugelassene Version wirken Werte um die genannten 400 PS realistischer. In Bezug auf die Einhaltung der zunehmend strengeren Vorschriften ist der kleinere 1,6-Liter-Motor aus GR Yaris und GR Corolla ironischerweise keine gute Lösung. GR-Marketingmanager Mikio Hayashi sagte gegenüber Autocar, dass der „G16E“ strengere Emissionsgesetze nicht erfüllt: "'Die Hubraumgröße von1,6 Litern zum Beispiel kann die Emissionsregularien nicht erfüllen. Also müssen wir die Möglichkeit eines 2,0 Liter in Betracht ziehen. Noch wurde nicht entschieden, ob es ein Standard-Hybrid oder ein Plug-in-Hybrid wird." Es wird also eine Form der Elektrifizierung geben – um die CO₂-Emissionen zu senken und zugleich die Systemleistung zu erhöhen. Das bringt zwar mehr Komplexität und Gewicht, doch Hybridtechnik ist zunehmend notwendig, damit sportliche Modelle überhaupt eine Zukunft haben. Passende Beispiele sind der BMW M5 und der neue Audi RS 5. Weitere elektrifizierte Performance-Modelle werden garantiert folgen. Toyotas neuer G20E-Motor soll in verschiedenen Sportwagen-Konzepten einsetzbar sein Unterdessen erprobt Toyota den neuen „G20E“ bereits in einem GR-Yaris-Prototyp, bei dem der Vierzylinder hinter den Sitzen Platz findet. Die Celica der achten Generation dürfte jedoch – wie alle Vorgänger – als Frontmotor-Konzept ausgelegt bleiben. Der 2,0-Liter-Motor soll außerdem einen Mittelmotor-Sportwagen antreiben, den Toyota bereits als Prototyp testet. Bis zum Serienmodell dürften allerdings noch vier bis fünf Jahre vergehen. Das Unternehmen hatte zuvor erklärt, der neue performance-orientierte Motor sei für ein breites Einsatzspektrum ausgelegt und könne zum Rückgrat der GR-Palette werden. Vorstellbar ist er in den nächsten Generationen von GR86, GR Yaris und GR Corolla – idealerweise ergänzt um die Celica Sport und einen neuen MR2. Angesichts der zunehmend offenen Kommunikation rund um die Celica dürfte sie als erstes erscheinen. Einen ersten Vorgeschmack könnte es geben, wenn eine WRC-Spezifikation debütiert – möglicherweise in den kommenden Monaten mit Blick auf die Saison 2027. Toyota GR Celica Sport-Rendering von Motor1.com Motor1 meint: Toyota scheint entschlossen, die Celica wiederzubeleben. Nachdem Gazoo Racing als eigenständige Marke ausgegliedert wurde, will der Konzern die Modellpalette in den kommenden Jahren ausbauen. Als Flaggschiff ist der GR GT-Supersportler im sechsstelligen Preisbereich vorgesehen, doch auch erschwinglichere Modelle sollen folgen. Dass der neue Motor allem Anschein nach als Hybrid entwickelt wird, macht Hoffnung, dass Toyotas Sportwagen auch in Europa angeboten werden – dort haben strenge Emissionsvorgaben konventionelle Performance-Modelle in der Breite nahezu ausgelöscht.