Bislang war Toyota primär für Hybrid-Modelle bekannt. Mit dem C-HR+ startet nun ein emotionales Elektroauto. Wir waren in der 165 kW (224 PS) starken Frontantriebs-Version unterwegs, die 607 km WLTP-Reichweite verspricht. Stylisches Design, enger Fond Der 4,52 Meter lange Crossover punktet mit einer schicken Coupé-Form und versteckten Fond-Türgriffen. Das Cockpit bietet einen 14-Zoll-Touchscreen. Das fehlende Head-up-Display verschmerzt man dank des hoch angeordneten Fahrerdisplay locker. Praktisch: Bei Kälte aktiviert sich die Sitz- und Lenkradheizung automatisch. Der Karosserieschwung kostet jedoch Kopffreiheit: Personen ab 1,75 Meter stoßen hinten ans Dach. Der Kofferraum fasst alltagstaugliche 416 Liter, ein Frunk fehlt. Ärgerlich bei unserem Testtermin: Sprachbedienung und Ladeplanung waren fast nicht benutzbar – laut Hersteller ist das aber auf einen Bug in der Software zurückzuführen, der in einer neueren Version schon behoben wurde. Straffes Fahrwerk, hohe Effizienz Beim Fahren gibt sich der 1,9-Tonner erstaunlich agil und munter. Der kräftige Frontantrieb ringt bei Nässe gelegentlich um Traktion. Das Fahrwerk ist sportlich-straff ausgelegt, Holperstellen in schlechten Straßenbelägen spürt man deutlich. Die größte Stärke des C-HR+ ist die Effizienz. Mit einem Normverbrauch von 13,4 kWh gehört der C-HR+ zu den sparsamsten E-Autos. Im Test benötigten wir auf kurvigen Landstraßen 14,2 kWh. Für die Autobahn gibt Toyota einen Verbrauch von 18,3 kWh an. Damit dürfte sich die Reichweite von 607 km nach Norm auf nur noch 390 Kilometer verringern. Ähnliche Abschläge bei erhöhtem Tempo gibt es bei den meisten Elektroautos. Faires Gesamtpaket Mit einem Kaufpreis von 45.990 Euro ist der C-HR+ mit 224 PS fair kalkuliert. Gegenüber dem entsprechenden Peugeot E-3008 oder Renault Scenic ist der Toyota deutlich günstiger. Der Skoda Elroq kostet weniger, hat aber auch weniger Reichweite. Fazit: Der Toyota C-HR+ ist in der reichweitenstarken Version ein effizientes und stylisches Elektro-SUV. Zahlreiche Bilder und alle Details finden Sie im ausführlichen Testbericht auf InsideEVs.