Peugeot benennt mehrere Plug in Hybride schon jetzt nach einer neuen, künftig verbindlichen Leistungslogik um. Hintergrund ist das Homologationsprotokoll GTR21 im Rahmen der Euro-7-Norm, die ab 29. November 2026 für neue Pkw-Typgenehmigungen und ab 29. November 2027 für alle neu zugelassenen Pkw gilt. Peugeot sortiert seine Plug in Hybride neu. Nicht technisch, sondern auf dem Papier. Weil mit Euro 7 ein neues Verfahren zur Berechnung der kombinierten Systemleistung kommt, zieht die Marke die Umstellung schon jetzt vor. Das Ergebnis sind neue Leistungsangaben und damit auch neue Handelsnamen für 3008, 5008 und 408 Plug in Hybrid. Entscheidend ist dabei ein Punkt, den Käufer kennen sollten. An den Fahrzeugen selbst ändert sich nichts. Peugeot betont ausdrücklich, dass weder Antriebstechnik noch Batterie, Verbrauch oder Emissionen angepasst wurden. Auch die elektrische Reichweite bleibt bei allen betroffenen Modellen unverändert.20260421pmphevrangeneuebezeichnung-69e644dfeefda.docx Konkret trägt der Peugeot 3008 Plug in Hybrid künftig die Bezeichnung 225 e-DSC7, ebenso der größere 5008. Beim 408 lautet der neue Name künftig 240 e-DSC7. Die zertifizierte Systemleistung liegt nach der neuen Methode beim 3008 und 5008 bei 165 kW oder 225 PS, beim 408 sind es 176 kW oder 240 PS. Damit reagiert Peugeot auf eine Schwäche, die den Plug in Hybrid Markt schon länger begleitet. Bislang ließ die Berechnung der Gesamtleistung Spielraum, weil Benziner und E Motor nicht immer nach identischer Methodik zusammengeführt wurden. GTR21 soll genau das vereinheitlichen und Vergleichbarkeit schaffen, zumindest auf dem Datenblatt. Interessant ist auch, dass Peugeot die neue Zählweise nicht nur bei den jetzt umbenannten Modellen nutzt. Laut Presseinformation wurde das Protokoll bereits beim neuen 308 und 308 SW Plug in Hybrid 195 e-DSC7 angewendet. Die Franzosen machen also keine einmalige Korrektur, sondern stellen ihr PHEV-Angebot schrittweise auf die neue Logik um. Für Kunden hat das vor allem zwei Folgen. Erstens wirken die Zahlen auf dem Heck oder im Konfigurator künftig ehrlicher, weil sie stärker einem einheitlichen Standard folgen. Zweitens muss niemand Nachteile bei der Zulassung befürchten, denn die Kosten der Fahrzeugzulassungsbescheinigung bleiben laut Peugeot unverändert, da sie sich weiter an der Leistung des Verbrennungsmotors orientieren. Unterm Strich bedeutet das für die Hersteller weniger Spielraum im Marketing. Der BMW M5 beispielsweise "verliert" auf dem Papier einige PS durch die neue Berechnungsmethodik. Für Kunden ist es zumindest ein kleiner Schritt zu besser vergleichbaren Leistungsangaben.