Fiat bringt noch in diesem Jahr ein weiteres SUV-Coupé auf den Markt. Die neue Modellvariante tritt als Fastback-Version an und erweitert das Angebot der Marke im kompakten Segment. Intern ist das Fahrzeug als globales Modell angelegt. Es ersetzt in Südamerika den bisherigen Fastback auf MLA-Basis und übernimmt in Europa, dem Nahen Osten und Afrika die Rolle des Fiat Tipo. Technische Grundlage ist der neue Grande Panda, von dem auch das Designkonzept abgeleitet wird. Einen ersten Ausblick lieferte ein gleichnamiges Konzeptfahrzeug, das Fiat im Februar 2024 vorgestellt hatte. Die ersten Fotos des Fiat Grande Panda SUV und des Grande Panda Fastback In der Serienversion trägt das Modell voraussichtlich den Namen Panda Fastback. Prototypen sind inzwischen bei Erprobungsfahrten nahe des Polarkreises gesichtet worden. Anders als frühere Testfahrzeuge verzichtet das aktuelle Exemplar auf eine aufwendige Tarnung im Heckbereich. Dadurch wird deutlich, dass Fiat auf eine fünftürige Karosserie im Stil eines SUV-Coupés setzt. Die Dachlinie fällt flach nach hinten ab, während die erhöhte Bodenfreiheit und die robuste Anmutung an klassische SUV-Elemente erinnern. Der Panda Fastback nutzt die Stellantis-Smart Car Platform, die auch beim Grande Panda zum Einsatz kommt. Die Rückleuchten orientieren sich stark am Design des Concept Cars, während Stoßfänger und Heckklappe in der Serienversion sachlicher ausfallen. Auch die Frontscheibe und die A-Säulen sind überarbeitet. Ihr Übergang ins Dach wirkt flacher und harmonischer als beim Grande Panda. An den Prototypen sind Stahlräder mit Vierlochkreis montiert, was auf eine klare Positionierung im Volumensegment hinweist. Bildergalerie: Fiat Panda Fastback (2026) Erlkönig Unter dem Ladeboden verbirgt sich eine technisch wenig überraschende Lösung: Fiat setzt auf eine Verbundlenker-Hinterachse. Diese Bauart gilt als kosteneffizient und ist in diesem Fahrzeugsegment bei europäischen Herstellern üblich. Türgriffe und Außenspiegel stammen offenbar direkt vom Grande Panda. Die Radläufe sind mit Kunststoffverkleidungen eingefasst, was den Crossover-Charakter betont. An der Front unterscheidet sich der Panda Fastback durch ein anders gestaltetes unteres Kühlergitter, während Scheinwerfer und oberer Stoßfänger klar an den Grande Panda erinnern. Hinter dem unteren Lufteinlass sind der Kondensator der Klimaanlage sowie der Kühler des Verbrennungsmotors sichtbar. Die Abgase werden über ein einzelnes Endrohr abgeleitet, das dezent hinter der Heckschürze verborgen ist. Daraus lässt sich schließen, dass Fiat beim Antrieb zunächst auf bekannte Technik zurückgreift. Fiat Panda Fastback (2026) Erlkönig Zum Einsatz kommt der 1,2-Liter-Turbobenziner mit drei Zylindern, der bereits im Grande Panda angeboten wird. Das Aggregat ist wahlweise als reiner Verbrenner oder in Kombination mit einem Mildhybridsystem erhältlich. Je nach Ausführung stehen ein manuelles Sechsganggetriebe oder ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe zur Verfügung. Der von der ehemaligen PSA-Gruppe entwickelte Motor leistet zwischen 101 und 110 PS. Das maximale Drehmoment beträgt 205 Newtonmeter und liegt bei 1.750 Umdrehungen pro Minute an. In der 48-Volt-Mildhybridversion steuert der Elektromotor zusätzlich 29 PS und 55 Newtonmeter bei. Analog zum Grande Panda plant Fiat auch für den Panda Fastback eine vollelektrische Variante. Zum Marktstart leistet die elektrische Ausführung 111 PS und stellt 125 Newtonmeter Drehmoment bereit. Der Antrieb erfolgt über einen Elektromotor an der Vorderachse, eine Allradversion ist derzeit nicht vorgesehen. Zwar hatte Fiat im Mai 2025 ein Grande Panda 4x4 Concept vorgestellt, konkrete Serienpläne gibt es jedoch nicht. Fiat Panda Fastback (2026) Erlkönig Zur Reichweite macht Fiat bislang nur Angaben für den Grande Panda Elettrica. Demnach sind bis zu 320 Kilometer nach WLTP mit einer Akkuladung möglich. Der dort verbaute Akku verfügt über eine Kapazität von 43,8 Kilowattstunden. Da der Panda Fastback über einen längeren Radstand verfügt, besteht die Möglichkeit, dass Fiat eine größere Hochvoltbatterie integriert. Offizielle Bestätigungen dazu stehen allerdings noch aus. Klar ist jedoch, dass der Panda Fastback als eigenständige Karosserievariante die Panda-Familie nach oben abrundet und Fiats Angebot im wachsenden Segment der kompakten SUV-Coupés ergänzt.