Für 2026 setzt Rolls-Royce auf Feierlaune und stilistische Kontinuität – nicht auf eine echte Modellrevolution. Die einzige offiziell angekündigte Neuheit aus Goodwood ist ein reichlich exklusiver Phantom, mit dem man das 100-jährige Jubiläum eines der ikonischsten Modelle der britischen Marke würdigt. Die Auslieferungen sollen in diesem Jahr beginnen. Es handelt sich um eine streng limitierte Serie, gefertigt nach den höchsten Standards der eigenen Bespoke-Abteilung. Nach einem sehr ereignisreichen Jahr 2025 – geprägt von den Facelifts für Cullinan und Ghost – deutet vieles darauf hin, dass der Luxus-Autobauer 2026 etwas ruhiger angehen lässt. Wie bei Rolls-Royce üblich, bleibt dennoch Raum für mögliche Sondereditionen der aktuellen Baureihen: für wenige Kunden, bis ins Detail individualisiert. Rolls-Royce Phantom Centenary Private Collection Im Mittelpunkt steht die Rolls-Royce Phantom Centenary Private Collection, aufgelegt zum Jubiläum des Phantom, der erstmals 1925 vorgestellt wurde. Lediglich 25 Exemplare dieser limitierten Edition werden entstehen. Das Auto zählt zu den extremsten Ausprägungen des Bespoke-Programms – mit einem Aufwand an Handarbeit und Komplexität, der deutlich über den für einen „normalen“ Phantom hinausgeht. Rolls-Royce Phantom Centenary Private Collection Grundlage des Projekts ist eine intensive Auseinandersetzung mit der Modellhistorie. Diese soll mit 77 handgezeichneten Motiven neu interpretiert und mit kunsthandwerklichen Techniken und edelsten Materialien – allen voran Gold – ins Fahrzeug integriert werden. Außen zitiert die zweifarbige Lackierung Super Champagne Crystal auf Arctic White und Black den Glamour der Filmstars der 1930er-Jahre. Die Spirit of Ecstasy besteht aus massivem 24-Karat-Gold, ergänzt um weißen Emaillelack und eine spezielle „Phantom Centenary“-Kennzeichnung. Auch die „RR“-Logos sind so ausgeführt. Die Räder wiederum besitzen jeweils 25 eingravierte konzentrische Linien. Mal vier ergibt das - genau 100. Wie passend. Der Innenraum ist als Reise durch die Geschichte des Phantom konzipiert. Angelehnt an einen Phantom von 1926 erzählt der Fonddie Story des Modells in drei künstlerischen Ebenen aus Prints, historischen Bildern und Stickereien, die sieben berühmten Besitzern gewidmet sind. Die Arbeit umfasst mehr als 160.000 Stickstiche auf 45 Paneelen. Vorn kommt per Laser graviertes Leder mit Symbolen aus der Markengeschichte zum Einsatz; in der Mitte der Armaturentafel sticht die Anthology Gallery hervor – eine Skulptur aus 50 3D-gedruckten Aluminiumteilen. Die Blackwood-Holztüren des Rolls-Royce sind mit Karten und Routen in 24-Karat-Blattgold verziert, die zentrale Stationen aus der Geschichte von Henry Royce und des Phantom nachzeichnen. Der Starlight Headliner rundet das Gesamtbild ab – mit über 440.000 Stickstichen, die historischen Szenen und Symbolen der Marke gewidmet sind. Unter der Haube bleibt es beim 6,75-Liter-V12-Biturbo mit 571 PS und 900 Nm, veredelt durch eine Motorabdeckung mit 24-Karat-Golddekor. Einen Preis nennt Rolls-Royce nicht, er dürfte jedoch deutlich über den rund 500.000 Euro liegen, die für eine Phantom in der „Basis“-Ausführung fällig werden. Modell Rolls-Royce Phantom Centenary Private Collection Karosserie Flaggschiff Motoren Benzin Markteinführung Erste Hälfte 2026 (Auslieferung) Preise n.a.