Für Laien kann es sehr schwer sein, die Qualität von Lackier- und Karosseriearbeiten zu beurteilen. Wann ist es eine normale Abweichung, wenn der neue Lack etwas anders schimmert als der Rest, wann ein Hinweis auf unsaubere Arbeit? "Auch ein Lack mit dem korrekten Farbcode des Fahrzeugs muss mitunter angepasst werden, damit die reparierte Stelle nicht auffällt", sagt Sandro Vitale von auto motor und sport. "Manchmal sind sogar Beilackierungen nötig, um den Übergang von den bearbeiteten Flächen zum vorhandenen Lack zu überblenden."
Wer sicher sein will, seinen Wagen für solche Arbeiten in die Hände von Könnern zu geben, findet eine wichtige Orientierung in der neuesten Studie der Medienmarke auto motor und sport in Kooperation mit dem Institut QuantiQuest. Untersucht wurde die Performance von 2.300 Servicebetrieben, von denen 1.027 die erforderliche Punktzahl erreichen konnten, um sich für die Auszeichnung "TOP Lackierer und Karosseriebauer 2027" zu qualifizieren. "Sie verteilen sich über ganz Deutschland und werden nach Postleitzahlen geordnet in der aktuellen Printausgabe von auto motor und sport gelistet", sagt Sandro Vitale. Die 24/26 ist ab sofort im Handel oder unter shop.motorpresse.de erhältlich (dort auch als ePaper). Die qualifizierten Betriebe sind zudem hier gelistet.
Doch worauf beruhen die Ergebnisse, und wie wurde die Studie genau durchgeführt? So sind wir vorgegangen:
1. Wer hat die Auszeichnung"TOP Lackierer und Karosseriebauer 2027" initiiert?
auto motor und sport und QuantiQuest recherchieren zum zweiten Mal die besten Lackierer und Karosseriebauer Deutschlands. Die Liste macht die Qualität der Betriebe in Deutschland sichtbar und dient als wichtige Orientierungshilfe für Leserinnen und Leser bei der Wahl eines geeigneten Betriebs. Die Auswahl basiert auf einer KI-gestützten Analyse von rund 200.000 Kundenurteilen mit rund zwei Millionen Textfragmenten ausgewählter relevanter Online-Portale und einer breiten Umfrage unter den Servicebetrieben.
2. Welche Lackierer und Karosseriebauer konnten empfohlen werden?
Die Gesamtliste der Lackierer und Karosseriebauer wurde akribisch in Internetverzeichnissen und Unternehmensdatenbanken recherchiert. Prinzipiell konnte sich jeder Betrieb für eine Auszeichnung durch auto motor und sport qualifizieren, sofern er die Kriterien der Studie erfüllt. Durch die Teilnahme an der Online-Umfrage erhöhen die Betriebe die Chance, ausgezeichnet zu werden, da so sichergestellt wird, dass ihr Datensatz und alle Informationen zum Betrieb vollständig vorliegen.
3. Wer konnte an der Befragung teilnehmen?
Die rund 2.300 Servicebetriebe wurden in der Umfrage unter anderem zu ihren Leistungen, spezifischen Zertifizierungen und Weiterbildungen sowie ausgewählten Zusatzservices, wie beispielsweise Verfügbarkeit einer Wartezone und digitale Terminvergabe, befragt. Außerdem wurden Standorte, Öffnungszeiten und Kontaktwege abgefragt. Die Betriebe wurden per E-Mail angeschrieben sowie auf auto-motor-und-sport.de und in der Zeitschrift auto motor und sport zur Teilnahme aufgerufen. Die Umfrage fand im Zeitraum Mai bis Juni 2026 statt.
4. Wie werden die besten Lackierer und Karosseriebauer ermittelt?
Mittels eines trainierten Sprachmodells ("Large Language Model") wurden circa 200.000 Kundenurteile mit rund zwei Millionen Textfragmenten ausgewählter, besonders relevanter Online-Portale nach elf Haupt- und sechs Zusatzkategorien analysiert, wobei der Schwerpunkt auf der Tonalität der Kundenurteile lag (Skala von 1 "schlecht" bis 5 "sehr gut"). Dabei wurde das Sprachmodell von speziell ausgebildeten Spezialisten immer weiter verfeinert und die Kodierung stetig optimiert. Kontinuierlich wurde die Qualität der Ergebnisse manuell überprüft und im Sprachmodell verbessert.
Erhoben und ausgewertet wurden insbesondere die Betriebsleistung, in die die Gesamtzufriedenheit und die wahrgenommene fachliche Kompetenz des Personals einflossen, das Preis-Leistungs-Verhältnis sowie die Kostentransparenz. Aber auch die Servicequalität wie die Freundlichkeit des Personals, die Zuverlässigkeit, die Fairness, die Wartezeiten und die Flexibilität bei der Terminvergabe. In jeder Kategorie wurde ein sogenannter Sentiment-Index ermittelt, der gewichtet in die Gesamtwertung einfloss. Mit 60 Prozent wurde die Betriebsleistung am höchsten gewichtet, während die Faktoren Servicequalität und Preis-Leistungs-Verhältnis/Kostentransparenz mit je 20 Prozent in die Wertung eingingen.