Der Fiat Pandina Tributo Autobianchi ist ab sofort in Deutschland bestellbar. Die Preise beginnen bei 22.240 Euro. Damit positioniert Fiat das Sondermodell als neue Topausstattung der Pandina-Baureihe. Es hebt sich vor allem durch eine eigenständige Farb- und Materialkombination von den übrigen Versionen ab.

Zweifarblackierung und schicke Alus

Die eigens entwickelte Karosseriefarbe Platino ist als einfarbige Lackierung oder in einer Bicolore-Ausführung erhältlich. Bei Letzterer sind Dach und Heckklappe schwarz lackiert – eine Anspielung auf den Autobianchi Y10. Schwarze Spiegelkappen und Unterfahrschutzelemente, Schriftzüge an den Flanken sowie 15-Zoll-Leichtmetallräder im Diamantschliff ergänzen die Gestaltung.

Im Innenraum setzt Fiat auf sandfarbene Mikrofaser-Sitzbezüge mit Karomuster, Autobianchi-Logos auf den vorderen Kopfstützen und Türverkleidungseinsätze in Light Sand. Die Armaturentafel ist passend zur Außenfarbe Platino lackiert. Spezielle Fußmatten und Begrüßungsgrafiken im Kombiinstrument und Infotainment-System kennzeichnen die Sonderversion zusätzlich.

Technisch bleibt es beim bekannten Mildhybrid-Dreizylinder mit 65 PS und maximal 92 Nm Drehmoment. Die Kraftübertragung übernimmt ein Sechsgang-Schaltgetriebe. Der Antrieb ist damit unverändert auf den Einsatz im Stadtverkehr ausgelegt.

Hommage mit strategischem Hintergrund

Die Verbindung zum Autobianchi Y10 ist mehr als eine Designreferenz. Das 1985 vorgestellte Modell basierte auf einer vom damaligen Fiat Panda abgeleiteten Plattform, interpretierte das Kleinwagenkonzept aber mit eigenständigem Design und hochwertigeren Materialien neu. In Deutschland wurde der Y10 als Lancia verkauft. Am 21. Oktober 1996 wurde der letzte Autobianchi Y10 in Italien zugelassen. Genau 30 Jahre später erinnert Fiat mit dem neuen Pandina-Topmodell an das Ende der Baureihe.

Hinter der Wiederbelebung des Namens steckt auch ein markenrechtliches Interesse. Die Marke Autobianchi gehört zum Stellantis-Konzern, wurde aber seit Jahrzehnten nicht mehr für neue Fahrzeuge genutzt. Deshalb drohte, dass der italienische Staat im Rahmen seiner Strategie zum Schutz heimischer Traditionsmarken Anspruch auf die ungenutzten Markenrechte erhebt. Mit dem Pandina Tributo Autobianchi macht Stellantis nun deutlich, dass die Marke weiterhin kommerziell genutzt wird.

Dass Fiat ausgerechnet den Pandina als Träger dieser Botschaft wählt, ist naheliegend: Das Modell war in den ersten neun Monaten 2026 mit rund 100.000 Neuzulassungen europaweit das meistverkaufte Auto im A-Segment. In Italien kam es im selben Zeitraum auf rund 86.000 Verkäufe und war sogar das meistverkaufte Auto des Landes.