Der vollelektrische Mercedes VLE soll sich als Großraumraumlimousine der Zukunft etablieren – und wird dazu aktuell in vorkonfiguriereten Varianten als VLE 300 mit 203 kW angeboten. Je nach Ausstattung kommen einige Versionen bereits über die 3,5 Tonnen-Grenze – doch das aktuell größere Problem ist wohl die Limitierung der Höchstgeschwindigkeit auf 132 km/h. Erst spätere Varianten sollten eine höhere Geschwindigkeit erreichen. Inhaltsverzeichnis Toggle Führerscheinfrage je nach Gewichtsklasse276 PS in allen VariantenDas eigentliche Diskussionsthema: 132 km/h SpitzeEffizienz vor Dynamik Führerscheinfrage je nach Gewichtsklasse Die angebotenen Varianten des VLE unterscheiden sich nicht nur bei Ausstattung und Nutzlast, sondern auch beim zulässigen Gesamtgewicht (zGG). Während einige Modelle noch mit dem Pkw-Führerschein der Klasse B gefahren werden dürfen, erfordern einige oberhalb der 3,5-Tonnen-Marke eine entsprechende Erweiterung der Fahrerlaubnis. Für gewerbliche Nutzer ist dies häufig kein Problem, Privatkunden sollten jedoch genau hinschauen. Mercedes gibt sogar zusätzlich den Hinweis, das es in einzelnen Ländern aufgrund des hohen Gewichts auch Einschränkungen bezüglich Geschwindigkeitsbeschränkungen und Mautregelungen kommen kann. Teils bereits das erste hinderliche Problem für mögliche Kunden des VLE Modells. 276 PS in allen Varianten Unabhängig von der gewählten Konfiguration setzt Mercedes-Benz bei allen derzeit angebotenen VLE-Versionen auf denselben Elektroantrieb. Der VLE 300 leistet 203 kW (276 PS) und bietet damit ausreichend Reserven für den Alltags- und Langstreckeneinsatz. Unterschiede ergeben sich bei Gewicht, Reichweite und Ausstattung. Das eigentliche Diskussionsthema: 132 km/h Spitze Doch unabhängig von Ausstattung, Reichweite oder Gewichtsklasse eint alle aktuell verfügbaren VLE 300-Varianten ein bemerkenswertes Detail, was so nicht sofort ersichtlich ist und der Hersteller auch nur in den technischen Details im Konfigurator versteckt: Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf lediglich 132 km/h begrenzt. Online weisst Mercedes bei der begrenzten Höchstgeschwindigkeit auf den Serienstand hin, ohne im Detail darauf einzugehen. Denkbar, das man höhere Geschwindigkeiten mittels aufpreispflichtige Optionen anbietet, oder diese ggf. anderen Motorisierungen vorbehalten bleiben. Zwar dient die Limitierung des VLE 300 durchaus der Reichweitenoptimierung und Effizienzsteigerung, dennoch dürfte sie nicht jeden Kunden überzeugen. Gerade auf deutschen Autobahnen, wo höhere Reisegeschwindigkeiten vielerorts möglich sind, erscheint die Beschränkung als deutlicher Kompromiss. Für viele Kunden ist der VLE so eher die Neuinterpretation einer Wanderdüne, ohne hier Kaufinteresse zu wecken. Effizienz vor Dynamik Beim VLE achtet man also auf Effizienz statt maximaler Geschwindigkeit. Ob diese Strategie bei Privatkunden und gewerblichen Nutzern gleichermaßen auf Zustimmung stößt, wird sich in den Verkaufszahlen zeigen. Fest steht jedoch schon heute: Nicht das Gewicht, sondern die geringe Höchstgeschwindigkeit dürfte für viele Interessenten der größere Diskussionspunkt sein – und ein wichtiger Punkt bei der Kaufentscheidung. Bilder: Mercedes-Benz Group AG