Das MB.DRIVE ASSIST PRO von Mercedes-Benz ist kein neues System – doch im Rahmen der Auto China 2026 in Peking wurde es erneut als technologisches Highlight präsentiert und in einer besonders anspruchsvollen Umgebung demonstriert. Das SAE-Level 2 System ist in China bereits verfügbar und kommt Ende des Jahres auch in die USA. In Deutschland ist die Funktion ab Anfang 2027 angekündigt. Peking: eine der komplexesten Verkehrsszenen weltweit Die Metropole Peking gilt als extrem anspruchsvoll für Fahrassistenzsysteme. Dichte Verkehrsströme, häufige Spurwechsel, gemischte Verkehrsteilnehmer sowie komplexe Kreuzungssituationen machen die Stadt zu einem realistischen „Stress-Test“ für moderne Assistenztechnologien. Gerade hier zeigt sich, dass MB.DRIVE ASSIST PRO nicht nur für standardisierte Testumgebungen entwickelt wurde, sondern auch unter realen Großstadtbedingungen funktioniert. Stabile Leistung im urbanen Chaos In der Demonstration anlässlich der Auto China 2026 wurde deutlich, dass das System auch in besonders dynamischen Szenarien zuverlässig arbeitet: Navigieren durch stark verdichteten Stadtverkehr Reaktion auf spontane Spurwechsel anderer Fahrzeuge Umgang mit Fußgängern und gemischtem Verkehr sichere Unterstützung an komplexen Kreuzungen Die Kombination aus Sensorik und Rechenleistung bleibt dabei der Schlüssel: 27 Sensoren und ein Hochleistungsrechner mit bis zu 254 TOPS ermöglichen eine schnelle und präzise Interpretation der Umgebung. Auch im Peking-Szenario bleibt das Grundprinzip dabei unverändert: Der Fahrer ist jederzeit verantwortlich. Das System arbeitet im Rahmen von SAE-Level 2 und unterstützt aktiv, ohne die Kontrolle vollständig zu übernehmen. Die kooperative Lenkung sorgt dafür, dass das System auch bei Eingriffen des Fahrers stabil weiterarbeitet – ein entscheidender Vorteil im dichten Stadtverkehr. Das System sorgt mit seinen Sensoren für eine 360-Grad Erfassung – steuert Lenkung, Geschwindigkeit sowie Spurwechsel und fährt selbständig von A nach B. Ampeln, Kreuzungen und Verkehrszeichen werden dabei ebenso entsprechend berücksichtigt, wie andere Verkehrsteilnehmer oder Fußgänger etc.. Die Technik für das Level 2++ System kommt dazu in Teilen von Nvidia und nutzt u.a. 10 Kameras sowie 5 Radarsensoren mit 12 Ultraschallsensoren. Signalwirkung über den chinesischen Markt hinaus Die erneute Präsentation des Systems im Rahmen der Auto China 2026 ist nicht nur ein technologisches Update, sondern auch ein strategisches Signal: Mercedes-Benz zeigt damit, dass seine Assistenzsysteme auch in einem der komplexesten urbanen Verkehrsräume der Welt bestehen können. Gerade für Märkte mit extrem hoher Verkehrsdichte ist das ein wichtiger Nachweis der Reife solcher Systeme und Zeit, das man das System auch in weiteren Ländern ausrollt. MB.DRIVE ASSIST PRO ist kein neues Konzept mehr – aber seine Demonstration in Peking unterstreicht eindrucksvoll, wie weit sich moderne Fahrerassistenzsysteme bereits entwickelt haben. Die Fähigkeit, selbst in der hochkomplexen Verkehrssituation einer Megacity stabil zu funktionieren, zeigt den praktischen Reifegrad dieser Technologie und ihre Bedeutung für zukünftige Mobilität im urbanen Raum. Bilder: Mercedes-Benz Group AG