Ein neuer Hyundai Porter, ist als noch stark getarnter Erlkönig abgeschossen worden. Das Modell gehört seit Jahrzehnten zum Nutzfahrzeugangebot von Hyundai. Die erste Generation kam 1977 auf den Markt, die aktuelle vierte Generation wird seit 2004 gebaut. Sie ist in verschiedenen Regionen erhältlich und wird dort teilweise auch als H-100 angeboten.

Einen elektrischen Porter gibt es bereits in Südkorea. Die nächste Generation soll das Angebot voraussichtlich um eine weitere Elektroversion ergänzen.

Längere Front soll den Insassenschutz verbessern

Der neue Porter verabschiedet sich vom bisherigen Cab-over-Konzept, bei dem die Kabine direkt über der Vorderachse sitzt. Stattdessen erhält er eine längere, leicht vorgezogene Frontpartie. Die Kabine rückt dadurch etwas hinter die Vorderachse. Das schafft Raum für eine energieabsorbierende Struktur, die bei einem Aufprall Kräfte aufnehmen kann. Diese Bauweise könnte für eine Einführung in Europa wichtig sein.

Auch die übrige Form unterscheidet sich deutlich vom bisherigen Porter. Die Front wirkt kantiger, die Windschutzscheibe liegt flacher und die Seitenfenster stehen aufrecht. Rechteckige Scheinwerfer und eine lange Ladefläche prägen den Prototyp. Die kurze Kabine und die funktional gestaltete Pritsche zeigen, dass das Fahrzeug auf den Arbeitsalltag ausgelegt bleibt.

Elektroantrieb und Allradversion sind denkbar

Der sichtbare Ladeanschluss weist auf einen batterieelektrischen Antrieb des Testwagens hin. Eine Beschriftung am Fahrgestell deutet außerdem auf Allradantrieb hin. Eine solche Ausführung könnte zwei Elektromotoren nutzen.

Auch zu Batteriegröße, Reichweite und Ladeleistung gibt es keine Angaben. Der Porter könnte technische Komponenten mit dem Kia PV5 teilen, der auf einer Nutzfahrzeugarchitektur des Hyundai-Konzerns basiert. Neben elektrischen Varianten könnten auch Verbrennungsmotoren angeboten werden.

Europastart möglich?

Für einen europäischen Einsatz käme der Porter vor allem als kompaktes Nutzfahrzeug für Handwerk, Lieferdienste und kommunale Betriebe infrage. Seine schmale Bauweise könnte in engen Straßen von Vorteil sein. Ein Preis, konkrete Nutzlastdaten oder ein möglicher Termin für einen Verkaufsstart sind bisher nicht bekannt.