Cadillac-Pilot Valtteri Bottas musste in Mexiko einen Schreckmoment überstehen. Während des Rennens in der Mega-City (1.11.) brach vermutlich die linke Vorderradaufhängung seines Autos vor Kurve 1. An dieser Stelle haben die Wagen mehr als 300 Kilometer pro Stunde drauf.

Der Finne stieg sofort auf die Bremse und zwang den Cadillac in einen Dreher. Rückwärts schlug das Auto in die Tecpro-Bande von Kurve 1 ein. Bottas war nach dem Einschlag bei Bewusstsein und sprach am Funk. Dennoch stieg er erst nach einigen Minuten benommen aus dem Wrack. Danach lief er zum Medical Car und ließ sich im Medical Center untersuchen.

Die Rennleitung unterbrach nach einer zunächst verhängten Safety-Car-Phase in Runde 46 den Grand Prix. Die Tecpro-Barrieren mussten repariert werden.

Ähnlicher Defekt in Montreal

Es war nicht das erste Mal in dieser Saison, dass der neue Rennstall mit der Technik zu kämpfen hatte. Neben häufigen Bremsproblemen brach beim Auto von Teamkollege Sergio Pérez in Montreal die Vorderradaufhängung auf der rechten Seite des MAC-26.

Die häufigen Probleme von Cadillac sind auffällig. Zwar ist es das erste Jahr in der Königsklasse, doch so viele Schwierigkeiten mit sicherheitsrelevanten Teilen sind in der heutigen Formel 1 ungewöhnlich. Das mindert auch das Vertrauen der Fahrer in das Auto.

Das Team äußerte sich während des Rennens noch nicht zu dem Vorfall, ob es sich um den vermuteten Bruch der Vorderradaufhängung am Auto von Bottas gehandelt haben sollte. Der Grand Prix ging nach 40 Minuten Unterbrechung weiter.