In der CLE-Palette fehlt bislang eine Variante: der CLE 63. Der Mercedes-AMG CLE 53 leistet „nur" 443 PS – und das ist mit Sicherheit nicht das Maximum dessen, wozu AMG in der Lage ist. Genau deshalb kommt ein noch schärferes Coupé. Es wird jedoch kein klassischer CLE 63 sein, sondern etwas noch Exklusiveres. Der "außergewöhnlich extreme Mercedes-AMG" (O-Ton Mercedes) soll laut Hersteller dennoch Ähnlichkeiten mit dem aktuellen CLE aufweisen – so hieß es Anfang des Jahres, als Mercedes das Coupé erstmals ankündigte. Optisch entspricht es dem, was man von einem echten AMG-Topmodell erwarten würde: Panamericana-Grill, eine aggressiv gezeichnete untere Lufteinlassöffnung und vier Endrohre. Der große Heckflügel lässt erahnen, dass hier noch deutlich mehr dahintersteckt – wie viel genau, ist bislang offen. Erwartet wird ein V8 mit rund 650 PS, doch auf alle Details müssen wir noch warten. Bis dahin werfen wir einen Blick unter die Tarnung und zeigen, was bislang über das neue Coupé bekannt ist. Das ist alles, was wir über den neuen "extremen" AMG von Mercedes wissen. Wie wird Mercedes ihn nennen? Als Mercedes den neuen, "extremen" AMG Anfang des Jahres vorstellte, vermied der Hersteller bewusst die Bezeichnung CLE 63. Das Einzige, was zum Auto gesagt wurde: Es werde "auf dem beliebten CLE basieren". Einen Namen nannte Mercedes nicht – in den Pressebildern wurde das Auto lediglich als "Uncompromising AMG" bezeichnet. Der Hersteller verriet jedoch, dass das Coupé das zweite Modell der Mythos-Serie nach dem AMG PureSpeed sein wird. Da Mercedes den PureSpeed auf Basis des SL entwickelt hat, dürfte auch das neue Modell einen eigenständigen Namen bekommen. Mythos ist die 2022 gestartete, ultra-luxuriöse Kleinserien-Submarke von Mercedes. Die Produktion des PureSpeed ist auf 250 Exemplare limitiert. Wie wird er aussehen? Mercedes-AMG CLE 63 Rendering von Motor1 Die Vorschaubilder, die Mercedes Anfang des Jahres veröffentlichte, geben bereits einen guten Eindruck vom Design: markante AMG-Merkmale wie Grill und Abgasanlage sind klar zu erkennen, auch wenn das Auto noch weitgehend getarnt war. Unsere Darstellung hebt die feineren Details hervor: Dive-Planes an der Frontschürze und aggressive Seitenschweller. Dazu kommen Entlüftungsöffnungen an den vorderen Kotflügeln und in der Frontpartie. Am Heck sitzt zwischen den vier Endrohren ein kleiner Diffusor – und der große Flügel ist schlicht nicht zu übersehen. Auf den Vorschaufotos wirkt er zudem verstellbar. Fotos von: Theophilus Chin | Motor1 Die offiziellen Bilder zeigen außerdem, dass das Auto dort, wo normalerweise die Rücksitze sind, einen Überrollkäfig oder eine zusätzliche Versteifungsstruktur besitzt. Ob es sich dabei um Sicherheitstechnik für die Kälteerprobung handelt oder ob die Auslegung konsequent auf Performance ausgerichtet ist, bleibt offen. Im Innenraum erwarten wir grundsätzlich das bekannte CLE-Layout mit dem großen Infotainment-Display, ergänzt durch spezifische AMG- und Mythos-Details. Aufgrund der limitierten Stückzahl und der gesteigerten Exklusivität dürfte das Fahrzeug zudem umfangreich individualisierbar sein. Welcher Antrieb ist zu erwarten? Offiziell hat Mercedes nicht kommuniziert, was den heißeren CLE antreiben wird. Alles deutet jedoch darauf hin, dass mindestens der 4,0-Liter-V8-Biturbo zum Einsatz kommt. Berichten zufolge hatte Mercedes zunächst geplant, den Vierzylinder-Plug-in-Hybrid aus dem C 63 zu übernehmen – angesichts der Kritik am verkleinerten Antrieb dieses Modells (671 PS) soll der Hersteller diesen Plan jedoch verworfen haben. Gerüchten zufolge könnte der Biturbo-V8 bis zu 646 PS leisten – 203 PS mehr als der CLE 53, und das allein aus dem Verbrenner. Ob ein Mildhybrid-System zusätzliche Unterstützung liefert, ist unklar; mit einem Plug-in-Antrieb rechnen wir nicht. Der Motor dürfte mit AMGs neunstufiger Speedshift-Automatik kombiniert werden; der 4Matic+-Allradantrieb wäre dann serienmäßig. Was wird er kosten? Bei einer limitierten Auflage von nur 30 Fahrzeugen könnte der Preis doppelt so hoch ausfallen wie beim 53 – möglicherweise noch höher. Auch Preise von über 150.000 oder gar 200.000 Euro wären keine Überraschung. Wann feiert er Premiere? Mercedes hat bislang keinen Termin für die offizielle Enthüllung genannt, wir rechnen jedoch mit einer baldigen Premiere. Die im Januar veröffentlichten Vorschaubilder zeigten ein Coupé, das bereits seriennah wirkte. Beim PureSpeed legte Mercedes die Enthüllung auf Mai 2024, rechtzeitig vor Sommer-Events wie Goodwood und Pebble Beach. Ein ähnlicher Zeitplan wäre auch beim neuen AMG denkbar, um das Auto potenziellen Kunden zu präsentieren – sofern nicht ohnehin schon alle Exemplare vergeben sind.