Der britische Autohersteller Jaguar/Land Rover bringt mit dem Range Rover GT ab 2027 eine komplett neue Baureihe an den Start. Der knapp fünf Meter lange Viertürer kommt als Crossover-Coupé auf einer völlig neuen Plattform.

Wenn der GT kommt, verdrängt es allerdings zwei andere Baureihen aus dem Portfolio. Wie der Autobauer gegenüber der britischen Autocar bestätigte, wird der neue Range Rover GT die volumenstarken Modelle Evoque und Velar ersetzen. Die Briten streichen damit ihr Angebot von unten her zusammen. Mit Velar und Evoque müssen nicht nur gut verkaufte Modelle gehen, sondern auch die preisgünstigsten. Der Evoque startet in Deutschland aktuell ab 51.100 Euro, der Velar ab 72.800 Euro.

Spätestens Ende 2027 ist Schluss

Die Produktion beider Baureihen soll Mitte 2027 im Einklang mit ihrem natürlichen Produktlebenszyklus enden. Dann werden die Produktionsanlagen auf die nächste Fahrzeuggeneration umgerüstet. Das Werk Solihull wird sich weiterhin auf die Fertigung des Range Rover, des Range Rover Sport und des kommenden Jaguar Type 01 konzentrieren, während das Werk Halewood auf die Produktion des neuen Range Rover GT sowie eines neuen Modells aus der Defender-Familie umgestellt wird. Wie lange beide Baureihen auf ausgewählten Märkten noch angeboten werden, hängt von der jeweiligen Nachfrage ab. Spätestens Ende 2027 ist dann aber überall Schluss.

Die aktuelle Evoque-Generation wurde bereits 2018 vorgestellt und erhielt zum Modelljahr 2024 eine Modellpflege. Der Velar ist sogar noch älter – er wurde 2017 präsentiert und erhielt ebenfalls zum Modelljahr 2024 eine Modellpflege.

Range Rover setzt höher an

Dieser Schritt erfolgt im Rahmen einer umfassenderen strategischen Neuausrichtung bei JLR, der Muttergesellschaft von Jaguar und Land Rover. Im vergangenen Jahr haben sich beide Marken auf die Einführung elektrisch angetriebener Flaggschiff-Modelle konzentriert. Bei Jaguar debütierte unlängst der Type 01, bei Land Rover war es der Range Rover Electric. Der neue Range Rover GT soll dann das elektrische Einstiegsmodell werden. Der Zugang zu Marke Range Rover wird damit allerdings deutlich höher angesiedelt.

Günstigere Modelle sind dann nur noch unter den Labels Discovery und Defender zu haben.