Teamchef Alan Permane hat seinen Vertrag bei den Racing Bulls bis 2031 verlängert. Das gab der Rennstall am Freitagmorgen (6.11.) bekannt. "Ich bin extrem stolz darauf, diese Reise mit Racing Bulls fortzusetzen", so Permane. "Was dieses Team so besonders macht, ist der gemeinsame Teamgeist von allen – an der Rennstrecke, in Faenza und in Milton Keynes. Es ist ein Privileg, eine so talentierte und engagierte Truppe jeden Tag aufs Neue zu führen."
Der Brite begann seine Formel-1-Karriere 1989 als Elektronik-Testingenieur bei Benetton. Von 1997 bis 2006 übernahm er die Rolle des Renningenieurs, während das Team in Renault umbenannt wurde. Fünf Jahre später erhielt Permane die Beförderung zum Sportdirektor. Diese Position behielt er auch, als das Team aus Enstone schließlich zum heutigen Alpine wurde. Seine Zeit bei den Franzosen endete jedoch im Juli 2023.
Zur kommenden Saison stieß Permane als Renndirektor zu den Racing Bulls und war damit Laurent Mekies direkt unterstellt. Nach dem Rauswurf von Christian Horner wechselte Mekies allerdings mitten in der Saison 2025 zu Red Bull und übergab das Zepter schließlich an Permane. Seitdem hat der 59-Jährige ganze Arbeit geleistet.
Racing Bulls hat sich 2026 schon früh als schnellstes Mittelfeldteam etabliert und kämpft seitdem in den Top 10 regelmäßig um Punkte. Aktuell liegt Red Bulls Schwesterteam in der Gesamtwertung mit 39 Zählern vor Alpine auf dem fünften Rang und steuert damit geradewegs auf das bislang beste Ergebnis in der Geschichte des Rennstalls zu.
Für die Red-Bull-Führungsebene erschien eine Weiterverpflichtung Permanes daher als einzig logischer Schritt. "Alan macht einen fantastischen Job. Die Fortschritte, die das Team erzielt hat, sind das direkte Resultat seiner Erfahrung, seines Engagements und seiner Siegermentalität", betonte Red-Bull-CEO Oliver Mintzlaff.
Wer fährt 2027 für Racing Bulls?
Aktuell steht Permane wohl vor der wichtigsten Entscheidung für 2027. Als einziges Team hat Racing Bulls noch keinen Fahrer für die kommende Saison bestätigt. Neben den Stammfahrern Liam Lawson und Arvid Lindblad steht auch Red-Bull-Junior Nikola Tsolov in den Startlöchern. Nach seiner bislang starken Rookie-Saison dürfte Lindblad auch im nächsten Jahr ein Cockpit sicher sein. Obwohl Lawson nach Mexiko 45 Punkte Vorsprung auf seinen britischen Teamkollegen hat, sieht es aktuell ganz danach aus, als müsste er trotzdem seinen Platz für das nächste Nachwuchstalent räumen.
Beim vergangenen Rennwochenende in Mexiko-Stadt (30.10. bis 1.11.) durfte Tsolov im Rahmen der vier verpflichtenden Rookie-Einsätze zum ersten Mal hinter das Steuer eines F1-Wagens. Im ersten Training war der Bulgare nur etwa ein Zehntel langsamer als Lindblad. Im Anschluss hatte Geschäftsführer Peter Bayer die Leistung des 19-Jährigen gelobt. Die Kollegen von Sky bemerkten jedoch, dass der Österreicher im Interview auffällig oft erwähnte, wie wichtig die Nachwuchsförderung bei Racing Bulls doch sei.
Nun hat auch Lindblad die Spekulationen mit einem rätselhaften Beitrag weiter befeuert. Auf Instagram veröffentlichte er vier Bilder, die die beiden Fahrer von ihren Kindheitstagen bis in die Gegenwart zeigen. "Seit Tag 1 teilen wir gemeinsam die Rennstrecken – zuerst im Kart und jetzt auch in FP1 in Mexiko", schrieb der Brite unter dem Post. Viele Fans sehen darin nun eine versehentliche Bestätigung, dass Tsolov das zweite Cockpit im Red-Bull-Juniorteam erhalten wird.