Auch Tage nach dem hitzigen Formel-1-Rennen in Mexiko hat sich Lewis Hamilton noch nicht beruhigt. Mit Blick auf ein Manöver seines Teamkollegen Charles Leclerc, welches beiden Ferraris schadete, stellte der Brite klar, dass er „immer noch frustriert“ sei.

Mehr noch: Hamilton will den Vorfall nicht einfach so vergessen.

Aus diesem Grund verlangt der siebenmalige Weltmeister nun eine rasche Klärung der internen Situation. Laut Medienberichten steht am Freitag (6. November) am Rande des Grand Prix von São Paulo in Interlagos ein Krisengipfel auf dem Programm.

Zeigen sich beide Seiten unversöhnlich, könnte der Formel-1-Zoff weiter eskalieren.

📌Formel 1: WM-Stand

  • 1. Kimi Antonelli, 380 Punkte
  • 2. Max Verstappen, 261 Punkte
  • 3. Lewis Hamilton, 259 Punkte
  • 4. George Russell, 250 Punkte
  • 5. Charles Leclerc, 245 Punkte

Formel 1: Eiszeit bei Ferrari

An der Unterredung sollen neben Hamilton und Leclerc auch Ferrari-Teamchef Fred Vasseur teilnehmen. Letzterer war nach dem Rennen in Mexiko zunächst nach Italien gereist.

Wegen der Geburt seiner Tochter kommt Leclerc derweil mit Verspätung in Südamerika an.

Auslöser für die dicke Luft bei der Scuderia war ein hartes Manöver kurz nach dem Start in Mexiko. Leclerc hatte Hamilton aggressiv attackiert und musste über eine Rasenfläche ausweichen.

Hamilton hingegen verlor all seine Geschwindigkeit und musste in der Folge Max Verstappen passieren lassen. Über den Boxenfunk machte der 41-jährige Hamilton seinem Ärger darüber mehrfach lautstark Luft.

Verpasster Sieg sorgt für Unmut

Nach dem Formel-1-Rennen in Mexiko gab er zu Protokoll, dass Ferrari andernfalls einen Doppelsieg hätte einfahren können. Am Ende überquerte Hamilton die Ziellinie als Zweiter hinter Verstappen.

Für Leclerc reichte es lediglich für den vierten Rang.

Vor seinem 400. Rennen in der Königsklasse betonte der Rekordchampion seine Herangehensweise.

„Ich habe immer versucht, respektvoll zu sein, und natürlich ist es nicht so einfach, wenn jemand wie ich in ein Team kommt, denn ich bin sehr offen und dränge immer wieder auf viele Veränderungen“, erklärte der Rekordweltmeister.

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Klare Worte des Rekordweltmeisters

Seinen unbedingten Erfolgswillen will der Brite auch weiterhin in den Vordergrund stellen. „Solange ich hier bin, wird es so bleiben.

Ich bin hier, um zu gewinnen, und um gewinnen zu können, muss man mit allen um sich herum zusammenarbeiten“, stellte er klar.

Kritik an seinen deutlichen Aussagen lässt den Routinier völlig kalt. „Es ist mir eigentlich egal, wie alle anderen zu dem stehen, was ich gesagt habe.

Ich trage mein Herz auf der Zunge und sage, was ich in diesem Moment empfinde“, sagte Hamilton.

Er werde auch in Zukunft kein Blatt vor den Mund nehmen. „Natürlich gibt es Momente, in denen man Dinge sagt, die man hinterher vielleicht bereut, aber ich tue das nicht, und ich werde mich niemals dafür entschuldigen, authentisch und ehrlich zu sein. Ich lasse mich nicht zum Schweigen bringen.

Ich habe mich noch nie zum Schweigen bringen lassen“, bekräftigte der Pilot. Klingt geradewegs so, als dürfte der Ferrari-interne Streit bei der kleinsten Streitigkeit wieder hochkochen.

Beim Formel-1-Rennen in Brasilien wird Esteban Ocon nicht mehr Teil von Haas sein. Nach seinem mysteriösen Rauswurf ist die Fahrerentscheidung gefallen.