Das Qualifying-Ergebnis (7.11.) entspricht nicht der Startaufstellung für den Grand Prix von Sao Paulo. Lewis Hamilton startet nach einem doppelten Motorwechsel und den daraus resultierenden Strafen vom Ende des Feldes. Auch Max Verstappen, Charles Leclerc, Sergio Perez und George Russell verlieren Plätze.
Lando Norris behält die Pole-Position. Kimi Antonelli rückt von Rang 3 auf den zweiten Startplatz vor. George Russell, der sich als Zweiter qualifiziert hatte, steht dagegen nur auf Platz 7. Die Stewards verhängten gegen den Mercedes-Piloten eine Rückversetzung um fünf Plätze.
Der Grund: In Russells Auto kam im ersten Training ein sechster Verbrennungsmotor zum Einsatz. Erlaubt sind vier. Die Stewards werteten das als Verstoß gegen die Artikel B8.2.2a und B8.2.3 des Formel-1-Reglements. Fünf Plätze muss er zurück in der Startaufstellung für das nächste Rennen. Die Strafe wurde laut Urteil nach Artikel B8.2.8b ausgesprochen.
Verstappen, Leclerc und Perez verlieren Plätze
Auch bei Max Verstappen, Charles Leclerc und Sergio Perez verzeichnete die FIA Antriebselemente außerhalb des erlaubten Kontingents. Bei allen dreien kam ein fünfter Verbrennungsmotor zum Einsatz. Verstappen und Perez erhielten zudem einen fünften Turbolader. Bei Verstappen wurde außerdem ein fünfter Auspuffsatz eingesetzt. Perez verwendete darüber hinaus eine vierte MGU-K, obwohl für diese Komponente drei erlaubt sind.
Die endgültige Startaufstellung zeigt die Folgen: Leclerc fällt von seinem vierten Qualifying-Platz auf Rang 14 zurück. Verstappen startet von Platz 21, Perez von Platz 22. Die FIA-Unterlagen führen Verstappens und Perez’ zusätzliche Power-Unit-Elemente als Verstöße gegen das Reglement auf.
Hamiltons Strafe summiert sich auf 75 Plätze
Am härtesten trifft es Lewis Hamilton. In der Entscheidung der Stewards sind ein sechster Verbrennungsmotor, ein fünfter Turbolader und Auspuffsatz sowie zusätzliche Komponenten bei Energiespeicher, Kontrolleinheit, MGU-K und Power-Unit-Nebenkomponente aufgeführt.
Die Stewards schlüsseln die Strafe genau auf. Für den zusätzlichen Verbrennungsmotor werden fünf Startplätze angesetzt. Für jedes der sechs weiteren zusätzlichen Elemente kommen zehn Plätze hinzu. Das ergibt 65 Plätze. Diese Strafe wird laut Entscheidung zusätzlich zu einer bereits in Dokument 37 verhängten Rückversetzung um zehn Plätze ausgesprochen – insgesamt also 75 Strafplätze.
Eine Rückversetzung um so viele Plätze lässt sich in der Startaufstellung nicht vollständig abbilden. Deshalb verweisen die Stewards auf Artikel B2.5.4b.iv: Wenn Hamilton im Qualifying klassifiziert ist, wird ihm für das Rennen eine Startposition zugewiesen. Im veröffentlichten Grid steht der Ferrari-Pilot auf Rang 20. Hamilton hatte sich ursprünglich auf Platz 11 qualifiziert.