BMW erwartet für das laufende Jahr kaum noch einen Gewinn im Autogeschäft. Die operative Marge soll 2026 zwischen minus 0,5 und plus 0,5 Prozent liegen. Damit könnte sie im Minus enden. Nach der vorherigen Prognose hatte BMW noch mit einer Marge von ein bis drei Prozent gerechnet.
Neben dem schwierigeren Geschäft belasten zusätzliche Kosten für den Umbau den Ausblick. BMW will ältere Modelle früher auslaufen lassen und die Organisation schneller verschlanken. Die Kosten dafür sollen die Wettbewerbsfähigkeit und die Margen in den kommenden Jahren stärken.
Auch beim Absatz rechnet der Konzern mit einem stärkeren Rückgang als bisher. Die Auslieferungen im Autogeschäft dürften 2026 um fünf bis zehn Prozent sinken. Zuvor hatte BMW einen Rückgang von bis zu fünf Prozent erwartet. Der Anteil vollelektrischer Autos an den Auslieferungen soll dagegen leicht steigen. Die Prognose für den Free Cashflow im Autogeschäft bleibt bei mehr als 2,5 Milliarden Euro.
China belastet das Quartalsergebnis
Im dritten Quartal sank BMWs Nettogewinn um 15 Prozent auf 1,45 Milliarden Euro. Der Umsatz ging um 5,8 Prozent auf 30,45 Milliarden Euro zurück. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) fiel um knapp 30 Prozent auf 1,59 Milliarden Euro.
Im Autogeschäft lag die operative Marge bei 3,4 Prozent. Ein Jahr zuvor waren es 5,2 Prozent. BMW führte die Rückgänge unter anderem auf das schwierige Marktumfeld in China zurück. Dort sank der Absatz des Konzerns um etwa ein Viertel. Zuwächse in Europa und den USA konnten einen Teil davon ausgleichen: Insgesamt gingen die Auslieferungen um 6,3 Prozent zurück.
Für das Gesamtjahr erwartet BMW weiterhin einen deutlichen Rückgang des Gewinns vor Steuern. An dieser Prognose änderte der Konzern nichts. Den Rückgang hatte BMW bereits bei einer früheren Gewinnwarnung angekündigt.