Zwei Marken, eine technische Basis und trotzdem unterschiedliche Konzepte: Wer sich für ein Elektroauto aus dem Volkswagen-Konzern interessiert, kommt am Škoda Elroq und am VW ID.3 kaum vorbei. Beide Modelle setzen auf den modularen Elektrobaukasten MEB und richten sich an Menschen, die im Alltag elektrisch unterwegs sein möchten.
Doch während Škoda mit einem kompakten SUV punkten will, setzt Volkswagen weiterhin auf einen klassischen Kompaktwagen.
Auf den ersten Blick scheint die Entscheidung deshalb vor allem eine Frage des Geschmacks zu sein. Schließlich unterscheiden sich beide Stromer bereits optisch deutlich.
Bei genauerem Hinsehen werden allerdings weitere Unterschiede sichtbar. Vor allem beim Platzangebot, beim Kaufpreis und bei der Reichweite lohnt sich ein genauer Vergleich.
📌 Zwei Stromer, zwei Charaktere: VW ID.3 trifft Škoda Elroq
- Zwei Konzepte, eine technische Basis: Der VW ID.3 und der Škoda Elroq nutzen beide den Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) des Volkswagen-Konzerns. Während der ID.3 als kompakter Elektro-Klassiker auftritt, verbindet der Elroq elektrische Mobilität mit den praktischen Qualitäten eines SUV
- Unterschiedliche Fahrzeugtypen: Der VW ID.3 ist ein fünftüriger Kompaktwagen mit einer Länge von rund 4,27 Metern. Der Škoda Elroq fällt mit etwa 4,49 Metern deutlich größer aus und bietet als Kompakt-SUV eine erhöhte Sitzposition
- Reichweite für den Alltag und längere Strecken: Der ID.3 Neo erreicht je nach Batterieversion eine WLTP-Reichweite von bis zu 629 Kilometern. Beim Elroq sind je nach Motorisierung und Ausstattung bis zu rund 577 Kilometer möglich
- Unterschiedliche Batteriegrößen: Beim ID.3 Neo stehen Batterien mit 50, 58 und 79 kWh Nettokapazität zur Auswahl. Der Elroq wird unter anderem mit 58 und 77 kWh Nettokapazität angeboten
- Zwei unterschiedliche Zielgruppen: Der ID.3 richtet sich vor allem an Fahrerinnen und Fahrer, die ein wendiges, alltagstaugliches Elektroauto suchen. Der Elroq spricht eher diejenigen an, die mehr Platz, eine höhere Sitzposition und SUV-typische Vielseitigkeit bevorzugen
Skoda Elroq und VW ID.3: Die Konzepte der Stromer
Der Škoda Elroq ist das jüngere SUV-Modell der beiden Fahrzeuge. Mit einer Länge von 4,49 Metern gehört er zur elektrischen Kompaktklasse.
Seine erhöhte Karosserie sorgt für eine entsprechend SUV-typische Sitzposition. Das dürfte vor allem Autofahrern gefallen, die gerne etwas höher sitzen und einen besseren Überblick über die Straße haben möchten.
Der VW ID.3 verfolgt einen anderen Ansatz. Er bleibt ein klassischer Kompaktwagen mit Schrägheck und fällt mit 4,27 Metern deutlich kürzer aus.
Auch die niedrigere Karosserie macht ihn zu einem anderen Fahrzeugtyp. Gerade im Stadtverkehr und bei der Parkplatzsuche kann das ein Vorteil sein.
Welches Modell bietet mehr Platz?
Beim Platzangebot hat der Elroq zunächst die Nase vorn. Sein Kofferraum fasst laut Hersteller 470 Liter.
Werden die Rücksitze umgeklappt, wächst das Ladevolumen auf bis zu 1580 Liter. Damit eignet sich das SUV auch für größere Einkäufe oder Urlaubsfahrten mit entsprechendem Gepäck.
Der ID.3 bietet ebenfalls einen alltagstauglichen Kofferraum, kommt allerdings auf 383 Liter. Bei umgeklappter Rückbank stehen maximal 1336 Liter zur Verfügung.
Für den normalen Alltag reicht das durchaus. Wer regelmäßig sperrige Gegenstände transportiert oder mit mehreren Personen verreist, dürfte den zusätzlichen Stauraum des Škoda allerdings zu schätzen wissen.
Wie unterscheiden sich Preis und Ausstattung?
Ein wichtiger Punkt beim Autokauf ist natürlich der Preis. Der Škoda Elroq startet in Deutschland laut aktueller Preisliste bei 37.890 Euro.
In der Ausstattungslinie Essence gehören unter anderem eine Rückfahrkamera und Parksensoren am Heck zur Serienausstattung. Wer sich für die höher positionierte Selection-Variante entscheidet, bekommt zusätzlich beispielsweise ein Navigationssystem und beheizbare Vordersitze.
Volkswagen positioniert den ID.3 Neo preislich darunter. Der neue Kompaktstromer startet bei 33.995 Euro.
Damit beträgt der Unterschied beim Einstiegspreis knapp 3900 Euro. Allerdings sollten Interessenten genau vergleichen, welche Ausstattung sie tatsächlich benötigen und welche Extras zusätzlich bezahlt werden müssen.
Wer hat bei Reichweite die Nase vorn?
Auch bei der Reichweite spielen die Batterievarianten eine entscheidende Rolle. Der Elroq 85 erreicht nach WLTP-Angaben eine elektrische Reichweite von bis zu 573 Kilometern.
Seine Batterie besitzt eine Netto-Kapazität von 77 kWh. Damit eignet sich das SUV auch für längere Strecken, ohne dass ständig ein Ladestopp eingeplant werden muss.
Beim ID.3 Neo stehen unterschiedliche Batteriegrößen zur Auswahl. Die Varianten reichen von 50 über 58 bis zu 79 kWh nutzbarer Kapazität. In der größten Batterieversion gibt Volkswagen eine Reichweite von bis zu 631 Kilometern an.
Damit liegt der Wolfsburger beim maximalen WLTP-Wert vor dem Škoda. Allerdings handelt es sich dabei jeweils um die reichweitenstärksten Varianten. Im Alltag hängt die tatsächliche Reichweite stark von Fahrweise, Temperatur und Geschwindigkeit ab.
Wie schnell laden die Elektroautos?
Auf längeren Strecken kommt es neben der Reichweite vor allem auf die Ladegeschwindigkeit an. Der VW ID.3 Neo erreicht je nach Batterieversion eine maximale DC-Ladeleistung von bis zu 183 kW. Volkswagen gibt für den Ladevorgang von zehn auf 80 Prozent rund 29 Minuten an. Auch der Elroq kann an Schnellladesäulen geladen werden.
Die konkrete Ladeleistung hängt allerdings von der gewählten Batterieversion ab. Bei den stärkeren Varianten sind entsprechende Unterschiede zu beachten. Beide Modelle unterstützen außerdem das AC-Laden mit bis zu elf kW. Für das Laden zu Hause oder an öffentlichen Wechselstrom-Ladesäulen ist das ein wichtiger Faktor.
Die unterschiedliche Bauform wirkt sich auch auf das Fahrgefühl aus. Der Elroq bietet durch seine SUV-Karosserie eine höhere Sitzposition und einen bequemen Einstieg. Sein längerer Radstand kommt dem Platzangebot im Innenraum zugute. Gerade Familien könnten diese Eigenschaften im täglichen Einsatz schätzen.
Der ID.3 ist dagegen kompakter und leichter. Das macht ihn zu einer interessanten Wahl für Menschen, die überwiegend in der Stadt unterwegs sind. Auch auf Landstraßen und Autobahnen muss sich der Volkswagen nicht verstecken. Beide Fahrzeuge setzen auf Heckantrieb, wobei die stärkeren Modellvarianten unterschiedliche Leistungswerte erreichen.
Elroq oder ID.3: Welches Auto lohnt sich?
Eine Orientierung bieten auch die unabhängigen Untersuchungen des ADAC. Der Automobilclub bescheinigt dem Elroq 85 in seinem ausführlichen Test gute Eigenschaften bei Antrieb, Komfort und Sicherheit. Besonders das Platzangebot gehört zu seinen Stärken.
Auch der ID.3 Neo wurde inzwischen untersucht. Der ADAC bewertet den neuen Volkswagen insgesamt mit der Note 2,1.
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Eine pauschale Antwort auf die Frage nach dem besseren Elektroauto gibt es deshalb nicht. Wer einen geräumigen Stromer mit SUV-Sitzposition und großem Kofferraum sucht, dürfte mit dem Škoda Elroq besser fahren. Er bietet vor allem dann Vorteile, wenn regelmäßig mehrere Personen oder größere Gepäckstücke mitfahren.
Der VW ID.3 Neo ist dagegen die interessante Alternative für alle, die ein kompakteres Elektroauto bevorzugen. Sein niedrigerer Einstiegspreis und die hohe maximale Reichweite sprechen für ihn. Am Ende entscheidet deshalb vor allem der persönliche Bedarf: Für mehr Platz und Alltagstauglichkeit spricht der Elroq, für einen günstigeren Einstieg und kompaktere Abmessungen der ID.3 Neo.