Die Aufregung war groß, als Unbekannte im Sommer 2025 auf der viel befahrenen Glacisstraße einfach selbst einen Fußgängerüberweg auf die Straße gepinselt hatten. Die Stadt Dresden war davon wenig begeistert und sperrt den selbstgemalten Zebrastreifen mit Warnbaken und ließ die Farbe entfernen.

Schließlich handelte es sich bei dem falschen Zebrastreifen nicht nur um Sachbeschädigung, sondern auch um einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr, hieß es zur Begründung. Zudem stellten eigenmächtig angebrachte Verkehrszeichen eine Ordnungswidrigkeit nach Straßenverkehrsordnung dar. Seinen Zweck hatte der aufgemalte Überweg aber offenbar erfüllt. "Verrückterweise hat der funktioniert (…). Die Autos haben angehalten, die Schülerinnen und Schüler konnten den Zebrastreifen benutzen", sagte Stefan Kraft, Vorsitzender des Kreiselternrates Dresden, seinerzeit.

Neuer Überweg und Tempo 30

Wie der Spiegel berichtet, kommt es in der Geschichte um den Selfmade-Zebrastreifen jetzt aber zu einem Happy End, denn der selbst gestaltete Überweg wurde jetzt legalisiert. Die Stadt Dresden ersetzte den selbst gemalten Zebrastreifen in der Glacisstraße durch einen offiziellen Übergang, der rund 44.000 Euro gekostet hat. Darüber hinaus gilt jetzt in diesem Bereich Tempo 30. Zudem kündigte die Stadt noch weitere Übergänge an.

"Jeder neue Zebrastreifen macht den Alltag vieler Menschen ein Stück sicherer. Wir bauen sie nicht zufällig, sondern dort, wo unsere Fußverkehrsstrategie und die Schulweganalysen den größten Bedarf zeigen", zitiert der Spiegel den Baubürgermeister Stephan Kühn (Grüne).