Die dritte Generation des Panamera, intern unter der Bezeichnung 976 geführt, kam 2023 auf den Markt – die Markteinführung des Facelift-Modells könnte 2027 stattfinden; erwartet wird es für das Modelljahr 2028. Porsche hat den Zeitplan bislang nicht bestätigt. Für die anstehende Evolutionsstufe kombiniert Porsche optische Modernisierung, neue Sensorik und überarbeitete Hybridtechnik, um das Fahrzeug auf künftige Emissions- und Effizienzvorgaben vorzubereiten.
Die nahezu ungetarnten Prototypen zeigen, dass der neue Panamera mit überarbeiteter Front- und Heckpartie an den Start gehen wird. Die Änderungen bleiben evolutionär; einzelne Gestaltungselemente erinnern an die elektrisch betriebenen Modelle der Marke.
Exterieur: Mehr Elektro wagen
Das Facelift fällt optisch dezent, aber klar erkennbar aus. Die Frontpartie orientiert sich stärker am Stil der Elektro-Modelle Macan Electric und Cayenne Electric. Neu gestaltete Matrix-LED-Scheinwerfer mit veränderter Lichtgrafik integrieren das beleuchtete Porsche-Logo nun am inneren Rand der Leuchteinheit statt in der Mitte. Dadurch wirkt der Panamera flacher und moderner, bleibt aber unverkennbar Teil der klassischen Modelllinie.
Auch der vordere Stoßfänger wurde überarbeitet. Bei den jüngsten Erlkönigen ist zu erkennen, dass der obere Lufteinlass in die seitlichen Öffnungen übergeht. Die seitlichen Luftführungen und die Frontschürze sind ebenfalls neu gestaltet. Oberhalb der Windschutzscheibe sitzt ein neu angeordnetes Sensormodul mit Radar- und Kameratechnik, das künftig erweiterte Funktionen der Fahrerassistenzsysteme ermöglichen dürfte. Die aktuellen Nürburgring-Prototypen zeigen diese Sensorleiste deutlich besser als frühere Testfahrzeuge. Das Bauteil fällt größer aus und erinnert an Systeme der elektrischen Porsche-Modelle.
Am Heck zeigt sich eine angepasste Lichtsignatur, deren mittlerer Bereich bei den Testfahrzeugen noch getarnt ist. Dahinter dürfte erneut ein beleuchteter Porsche-Schriftzug liegen. Der Stoßfänger wirkt kantiger, der Diffusor neu geformt. An den Ecken des Heckstoßfängers sind zusätzliche Öffnungen zu erkennen. Vier sichtbare Endrohre bleiben weiterhin bei diesem Prototyp das Erkennungsmerkmal einer sportlich ausgelegten Variante.
Interieur: Änderungen noch offen
Die jüngsten Erlkönigbilder geben keinen Einblick in den Innenraum. Eine Weiterentwicklung der digitalen Architektur und eine Anpassung der Software gelten als möglich, konkrete Änderungen hat Porsche aber nicht bestätigt. Das aktuelle Modell verfügt bereits über bis zu drei Displays, darunter einen optionalen Beifahrerbildschirm. Ob die Modellpflege ein neues Infotainment-System bringt, ist derzeit offen.
Auch ein erweitertes Head-up-Display mit vergrößerter Projektionsfläche sowie neue Vernetzungs- und Assistenzfunktionen werden erwartet, sind bislang aber nicht bestätigt. Über mögliche Änderungen an Materialien oder Sitzkonfigurationen ist bislang nichts bekannt.
Technik und Antrieb
Im Fokus stehen mutmaßlich verbesserte Hybridantriebe und optimierte Abgasnachbehandlung. Porsche nutzt dafür die bestehende MSB-Plattform weiter, auf der auch Bentley Continental GT und Flying Spur basieren. In Deutschland umfasst die Motorenpalette derzeit den 2,9-Liter-V6-Biturbo mit 353 PS, den V8-GTS mit 500 PS sowie mehrere Hybridversionen. Der Panamera 4 E-Hybrid leistet 470 PS, der 4S E-Hybrid 544 PS, der Turbo E-Hybrid 680 PS und der Turbo S E-Hybrid 782 PS. Die rein elektrische Reichweite liegt nach WLTP bei mehr als 90 Kilometern.
Unklar ist, ob Porsche künftig reine Verbrenner beibehält. Berichte halten eine stärkere Gewichtung der elektrifizierten Varianten für möglich; eine Entscheidung zur künftigen Motorenpalette ist nicht bekannt. Parallel dürfte das aktive Fahrwerk weiterentwickelt werden. Das aktuelle System, Porsche Active Ride System (PARS), gleicht Nick- und Wankbewegungen aktiv aus und soll künftig noch präziser arbeiten.
Einige der getesteten Prototypen verfügen über Carbon-Keramik-Bremsen und einen festen Heckflügel. Das deutet auf eine besonders leistungsstarke Variante hin. Eine eindeutige Zuordnung als Panamera Turbo GT und die kolportierte Leistung von 800 PS sind bislang jedoch nicht bestätigt.
Markteinführung
Die Markteinführung des überarbeiteten Panamera wird derzeit für 2027 erwartet; als Modelljahr gilt 2028 als wahrscheinlich. Porsche hat noch keinen Termin genannt. Porsche nutzt die Modellpflege, um Design, Antrieb und Elektronik auf den neuesten Stand zu bringen. Das Modell bleibt damit eine tragende Säule zwischen klassischer Oberklasse-Limousine und moderner Hybridtechnik.