Nachdem die Nachfrage beim neuen elektrischen GLC groß ist, schiebt Mercedes nun eine neue Basis nach. Der GLC 200 elektrisch kommt als Hecktriebler mit 64-kWh-LFP-Batterie. Als technische Eckpunkte nennt der Hersteller 230 kW (313 PS) und einen Sprintwert von 0–100 km/h in 6,2 Sekunden.

Beim Laden überrascht der GLC 200. Trotz eines kleineren Akkus soll er von 10 auf 80 Prozent in etwa 20 Minuten kommen. Damit wäre er zwei Minuten schneller als die größeren Akkus der Baureihe. Als maximale DC-Ladeleistung kann man mit rund 220 kW rechnen.

Weniger Energie und weniger Reichweite

Trotz aller Vorfreude: Der Vorsprung beim Ladesprint hat einen einfachen rechnerischen Hintergrund: Denn mit rund 64 kWh fasst der Akku deutlich weniger Energie als die der großen Brüder GLC 250 und GLC 300 sowie GLC 400, die auf 85 kWh oder 94 kWh kommen. Insgesamt muss also auch deutlich weniger Energie in den Akku fließen. Rein rechnerisch genügen dem neuen Basis-GLC knapp 45 kWh plus Ladeverluste. Bei den beiden anderen Akkuvarianten auf NMC-Basis sind es knapp 59 kWh bzw. 66 kWh, die nötig sind, um den Akku von 10 auf 80 Prozent zu laden. Die Vor- und Nachteile verschiedener Akku-Typen finden Sie hier.

Entsprechend geringer ist auch die Reichweite des Mercedes GLC 200. Der kommt nur auf einen WLTP-Wert von etwa 460 bis 490 Kilometer. Je nach Motorisierung liegt die Reichweite der anderen GLC-Varianten mit NMC-Akku bei bis zu 715 Kilometern im Normzyklus.

Kleine Leistungseinbußen für die Basis

Der GLC 200 bleibt trotz Einstiegsrolle leistungsmäßig weit von einer einfachen Basis entfernt. Mit einer Leistung von 230 kW liegt er nur 30 kW unter dem GLC 250. Zum GLC 300 4MATIC mit bis zu 310 kW und zum GLC 400 4MATIC mit bis zu 360 kW ist der Abstand größer.

Bis die Kundschaft aber tatsächlich zum LFP-GLC greifen kann, dauert es noch. Der Marktstart ist zwar für 2026 angekündigt, noch ist aber auf der Mercedes-Website noch nichts zu sehen von der neuen Modellvariante. Wer sich die Zeit bis dahin mit einem anderen GLC vertreiben mag: Oben in der Galerie finden Sie die Testbilder zum GLC 400 – den Testbericht (ams+) lesen Sie hier.

Immerhin gibt es schon erste Anhaltspunkte zum Preis. Der dürfte knapp unterhalb der 60.000-Euro-Marke liegen. Das sind fast 5.000 Euro weniger als der GLC 250, der für mindestens rund 64.750 Euro im Konfigurator steht. An den Verbrenner kommt der Basis-Stromer allerdings noch nicht ran – aber fast. Den gibt es aktuell noch als GLC 200d 4-Matic für rund 59.260 Euro, als Mildhybrid-Diesel mit Allrad und rund 185 PS.